Kirchturm in Garbeck wird für rund 100.000 Euro saniert

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Das Wasser hat bereits die Fugen und Teile der Steine am Kirchturm in Garbeck ausgelöst, wie Walter Severin, Bauausschuss der Kirchengemeinde, demonstriert. Im Zuge der Sanierung sollen derartige Schäden beseitigt werden.

Garbeck - „Es geht voran“, sagen Walter Severin und Hubertus Teipel, Bauausschuss der Garbecker Pfarrgemeinde – sie sind zufrieden mit den Abstimmungen über die Kirchturmsanierung in Garbeck.

Im Gespräch mit der Architektin Mechthild Clemens, vom Herdringer Architekturbüro Clemens und Maas, wurde am Freitag der Verlauf beschlossen: Ab Dienstag wird das Gerüst rund um den 28 Meter hohen Kirchturm aufgebaut, ab April beginnen dann die Sanierungsarbeiten. 

„Eine nicht alltägliche Baustelle“, weiß die Architektin. Nur eine ganz besondere Mörtelmischung bringt dort Erfolg bei der Erneuerung der Fugen zwischen den Steinen. Anfällig ist besonders die Schlagseite, das Wasser hat schon die Fugen und auch Teile der Steine ausgelöst. 

Deutliche Spuren

Am Fuß des Turms sind die Spuren deutlich zu sehen. Drinnen, in der Marienkapelle, sind die Wasserschäden unübersehbar. Auch diese Beseitigung gehört zur Sanierung, die bis zum Schützenfest am zweiten Wochenende im Juli abgeschlossen sein soll. 

Dringend erforderlich sind diese umfangreichen Arbeiten an dem steinsichtigen Turm, denn dieser weist nach der letzten Instandsetzung des Mauerwerks in den Jahren 2003 und 2004 Schäden in Form von Mörtel-Abplatzungen, Kalkablagerungen und Oberflächenabplatzungen an den Natursteinen auf. 

Der Kirchturm in Garbeck wird für rund 100.000 Euro saniert. Die Arbeiten sollen ab April beginnen.

Bei starkem Regen dringt an der Westseite Wasser in das Turmmauerwerk ein und läuft bis ins Kirchenschiff an der Innenwand herunter. Mit dem Architekturbüro führte der Garbecker Kirchenvorstand seit November 2014 viele Gespräche. Die Architekten ihrerseits führten Untersuchungen durch, was hinsichtlich der Sanierung möglich sei. 

Wichtig war den Garbeckern, ihre im Jahr 1952 erbaute Kirche als Ganzes zu erhalten. „Das ist ein Bauwerk aus einem Guss“, sagte Mechthild Clemens und stellte sich als Fürsprecherin an die Seite der Garbecker. „Der Kirchturm ist in das Hauptkirchenschiff integriert worden und sollte seine Steinsichtigkeit bewahren.“ 

30.000 Euro zahlt die Gemeinde

Damit setzte sich die Gemeinde letztendlich gegen das Erzbistum Paderborn durch, das vorschlug, den Turm entweder zu verschlämmen, zu verputzen oder aber ganz – oder teilweise – zu verschiefern. 

Die Gesamtkosten für die Sanierung des Mauerwerks in der jetzigen Form betragen rund 100.000 Euro, die vom Erzbistum Paderborn mit 70.000 Euro finanziert werden. Die restlichen 30.000 Euro muss die Garbecker Kirchengemeinde aufbringen – Spender und Sponsoren sind dafür gerne gesehen.

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