Kirchenumbau in Eisborn: Überraschende Entdeckung

+
Seit Oktober laufen die Arbeiten zum Umbau der Kirche St. Antonius in Eisborn. Dabei kommt immer wieder auch schweres Gerät zum Einsatz. 

Eisborn - Bei einem Umbau kommen Sachen zutage, die längst vergessen schienen – in der Eisborner St.-Antonius-Kirche in diesem Fall ein Rundbogen links neben dem bisherigen Altarstandort. „Der bleibt jetzt erhalten“, sagte Martin Danne, Kirchenvorstand.

Mit schwerem Gerät wie Bagger und Bohrhammer wird in der Kirche gearbeitet, denn im Zuge der voraussichtlich ein Jahr dauernden Umgestaltung des Gotteshauses in einen sakralen Bereich mit Orgel und Altar sowie daneben liegendem Pfarrsaal, müssen Wände und Decken aus den Baujahren 1827, 1928 und 1961 durchbrochen werden. „Und dabei sind die Arbeiter auf den Rundbogen gestoßen“, sagte Martin Danne erfreut über die unerwartete Entdeckung, mit der die Kirche aufgewertet werden soll. 

Lärm und Staub liegen in der Luft 

Doch noch sieht diese nur nach einer großen Baustelle aus, in der Lärm und Staub in der Luft liegen. Keine Spur von Andacht, kein Platz für Besinnung. Dafür müssen die Eisborner in die Schützenhalle ausweichen, wo alle Gottesdienste, Hochämter, Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen sowie die Erstkommunion gefeiert werden. 

Damit hat sich die Gemeinden inzwischen arrangiert. So sind die Schützen sehr gute Gastgeber, die sich nicht nur mit dem heiligen Antonius als ihren Namenspatron verbunden fühlen, sondern auch die Werte Glaube, Sitte, Heimat leben. 

Die Kirche ist seit Oktober eine Baustelle; zur Erinnerung wurde nach der letzten Messfeier ein Foto mit allen Gemeindemitgliedern geschossen, so wie es 1928 vor dem Turmbau schon einmal gemacht worden war. Aktuell finden Tiefbau- und Abbrucharbeiten statt. 

Orgel wird angepasst

Bei einer Spezialfirma in Münster wird die Orgel an ihren neuen Standort im ehemaligen Altarraum angepasst, während der Altar neben die Beichtstühle verlegt werden soll. Die Planungen sind eindeutig, auch was die Zahl der Sitzplätze angeht. Diese wird sich von 200 auf 120 reduzieren, damit den zukünftigen Gemeindemitgliederzahlen angepasst. Wird aber dennoch einmal mehr Platz benötigt, werden die Türen zum Pfarrsaal geöffnet. 

Mit dieser Kombination von Kirche mit Gemeindesaal ist Eisborn wegweisend im Pastoralverbund Balve-Hönnetal. Doch dies ist auch nicht ganz billig: Mit rund einer Million Euro an Gesamtkosten wird gerechnet. Mehr als 50 Prozent dieser Summe trägt das Erzbistum Paderborn. Der Eigenanteil der St.-Antonius-Gemeinde beträgt etwa 400 000 Euro. Diesen bringt die Gemeinde teilweise durch den bereits erfolgten Verkauf des Pfarrhauses auf.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare