1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Balve

Kirche vor „immensen personellen Engpässen“

Erstellt:

Von: Julius Kolossa

Kommentare

Theresa Wagner (2.v.l.) rückt im Pastoralverbund Balve-Hönnetal zur Gemeindereferentin auf.
Theresa Wagner (2.v.l.) rückt im Pastoralverbund Balve-Hönnetal zur Gemeindereferentin auf. © Kolossa, Julius

Nach drei Jahren als Gemeindeassistentin verstärkt Theresa Wagner das Hauptamtlichen-Team im Pastoralverbund Balve-Hönnetal ab sofort als Gemeindereferentin. Die entsprechende Prüfung hat die 24-Jährige jüngst bestanden.

„Du kannst Dich hier richtig entfalten“, kommentierte Dechant Pfarrer Andreas Schulte, der am Sonntag während des Hochamtes im Balver Dom auf Wagner neuen Aufgabenbereich hinwies. „Während Deiner Assistenzzeit hast Du die Gemeinden kennengelernt.“ Die Aufgaben der neuen Gemeindereferentin jedenfalls sind umfassend, denn zurzeit muss Wagner den krankheitsbedingten Ausfall ihrer Kollegin Manuela Cyganek kompensieren.

„Meine Schwerpunkte liegen in der Jungen Kirche und der Präventionsarbeit. Aktuell kommt jetzt hinzu, dass ich die Erstkommunion- und Firmfeier im nächsten Jahr mit vorbereite, die Familiengottesdienstkreise koordiniere und die Öffentlichkeitsarbeit gestalte“, skizzierte Wagner im Gespräch mit der Redaktion ihre Aufgaben.

Zahlreiche Pensionierungen

Dechant Schulte gab im Rahmen der sonntäglichen Messe auch einen wenig erfreulichen Ausblick: „Wir stehen in der Katholischen Kirche vor immensen personellen Engpässen. Auch zwei Priesterweihen in einem Jahr können die zahlreichen Pensionierungen nicht kompensieren. Und auch Gemeindereferenten gibt es nur wenige.“ Theresa Wagner sprach er sein volles Vertrauen aus, vertrete sie doch die Kirche im Hönnetal. „Dabei macht es für mich keinen Unterschied, ob ein Pfarrer, ein Pastor oder eine Gemeindereferentin vor Ort ist.“ Allerdings bleibt es dabei, dass die Eucharistiefeier nur den Priestern vorbehalten ist. Beerdigungen dürfen Gemeindereferenten erst ab ihrem 30. Lebensjahr vornehmen. Doch der Bereich der Seelsorge, in den sich Wagner einbringen könne, sei vielfältig.

Schulte bat Schulte die Gemeinden um Akzeptanz, Offenheit und Weitsicht. „Kirche bleibt lebendig und glaubwürdig, wenn vor Ort vertrauensvoll zusammengearbeitet wird.“ Theresa Wagners erster Dienst am Altar als Gemeindereferentin bestand darin, auf die „Aktion Minibrot“ hinzuweisen. In Balve wurden 100 Minibrote gegen Spenden abgegeben. Hiermit werden soziale und gemeinnützige Projekte weltweit unterstützt.

Auch interessant

Kommentare