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Eröffnung am Samstag: Gotteshaus im MK wird zur Meditations- und Lichterkirche

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Von: Julius Kolossa

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Noch ist der Touchscreen in der St. Barbara-Kirche in Mellen nicht betriebsbereit, doch ab Samstag haben die Besucher die Möglichkeit, die Atmosphäre in der Kirche mit Musik und Farben nach eigenen Vorstellungen zu gestalten.
Noch ist der Touchscreen in der St. Barbara-Kirche in Mellen nicht betriebsbereit, doch ab Samstag haben die Besucher die Möglichkeit, die Atmosphäre in der Kirche mit Musik und Farben nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. © kolossa

Die St.-Barbara-Kirche an der Balver Straße in Mellen ist seit ihrer Einweihung 1957 ein Gotteshaus, in dem sich nicht nur die Gemeindemitglieder zu vielen Anlässen treffen, sondern in der auch Auswärtige Station machen.

Sie nutzen, wie Helmut Schäfer vom Kirchenvorstand aus Gesprächen weiß, das Kircheninnere für einen Aufenthalt bei ihrer Tour durch das Sauerland. Demnächst haben die Besucher einen weiteren Grund, diese Kirche aufzusuchen: Das Gotteshaus in Balve-Mellen wird zur Meditations- und Lichterkirche.

Wie Schäfer im Gespräch mit unserer Zeitung erläuterte, sei die Idee dafür bereits vor einem Jahr entstanden –nicht zuletzt, „um mit der St. Barbara-Kirche als Meditations- und Lichterkirche ein Alleinstellungsmerkmal in unserem Pastoralverbund zu haben.“ An diesem Samstag, 28. Januar, wird sie nun bei der Vorabendmesse um 17.30 Uhr durch Dechant Pfarrer Andreas Schulte eröffnet. Und danach werde die Kirche in einem neuen Licht erstrahlen, verriet Helmut Schäfer – und zwar ganz nach den Wünschen der Besucher. „Eine Meditations- und Lichterkirche bedeutet, dass der Besucher an einem Touch-screen die Atmosphäre in der Kirche mit Musik und Farben persönlich gestalten kann.“ Das heißt: Ob aquamarin oder sonnengelb, blattgrün oder bernstein, Wut oder Freude, Dankbarkeit oder Kraftschöpfen – die Kirchgänger haben die Wahl.

Kirche im Schmallenberger Sauerland dient als Vorbild

Dass Mellen sich für dieses Konzept anbieten würde, davon war er nach einem Ausflug ins Schmallenberger Sauerland überzeugt. Dort, in Gleidorf, gibt es bereits ein solches Kirchenkonzept. „Das wäre auch etwas für uns“, hatte Schäfer damals überlegt und schließlich den Pastoralverbund Balve-Hönnetal überzeugt. Dieser wiederum konnte das Generalvikariat im Erzbistum Paderborn von der Idee und vor allem von einer Förderung überzeugen. „Das Patent darauf hat eine Firma aus Marsberg, die die Vor- und Grundeinstellung zur Verfügung stellt. Jede Kirche kann das Konzept dann individuell mit eigenen Texten und Liedern gestalten“, erläuterte Schäfer weiter. Demnächst sollen beispielsweise Aufnahmen vom MGV Eintracht Mellen, dem Chor Melodie Mellen und auch vom Musikverein Balve eingespielt werden. Beleuchtet werden der Altarraum, die Statue der Mutter Gottes und der Heiligen Barbara.

Ausgegeben wurde für die Installation von Licht und Ton ein „mittlerer fünfstelliger Eurobetrag“, wie Helmut Schäfer auf Nachfrage mitteilte. 90 Prozent davon trägt das Erzbistum Paderborn, die restlichen zehn Prozent bezahlt der Pastoralverbund Balve-Hönnetal.

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