Kirche in Eisborn wird zur Großbaustelle

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Mit schwerem gerät laufen derzeit die Abbrucharbeiten in der St.-Antonius-Kirche in Eisborn. Bis der Plan zur Umgestaltung des Gotteshauses realisiert ist, dauert es mehr als ein Jahr.

Eisborn - In der Eisborner St.-Antonius-Kirche bleibt kaum ein Stein auf dem anderen stehen: Mit Baggern wird der Fußboden aufgerissen, mit einem Bohrhammer werden Wände aufgestemmt. Und auch vom Eingang fehlt inzwischen jede Spur.

Die Bauarbeiter leisten ganze Arbeit, das Innere der St. Antonius-Kirche plangemäß neu zu gestalten. 

Dazu gehört, Wände und Decken aus den Baujahren 1827, 1928 und 1961 zu durchbrechen. Zur Zeit bedarf es aber noch viel Vorstellungsvermögen, das aus dieser Großbaustelle ein neues Gotteshaus mit Pfarrsaal werden soll. Ende September 2019 sollen die Arbeiten abgeschlossen und das Ergebnis der Gemeinde vorgestellt werden. Bis dahin gilt es, Gottesdienste, Hochämter, Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen, Erstkommunionsfeiern und Firmungen in der Schützenhalle durchzuführen. 

Projekt schon 2012 initiiert

Die Eisborner hatten allerdings genügend Zeit, sich auf das Bauvorhaben einzustellen, wurden sie doch vom Kirchenvorstand stets auf dem Laufenden gehalten. So, als bereits 2012 alles für den Umbau in die Wege geleitet wurde. Mit etwa einer Million Euro an Gesamtkosten wird gerechnet, von denen mehr als 50 Prozent vom Erzbistum Paderborn getragen werden. Die St. Antonius-Gemeinde muss einen Anteil von etwa 400 000 Euro aufbringen. Ein Teil dieser Summe ist der Erlös aus dem Verkauf des Pfarrhauses. 

Auch auf dem Vorplatz der Kirche ist derzeit kein Durchkommen. Er gehört den Bauarbeitern und -fahrzeugen.

Dass letztlich sechs Jahre auf den Beginn der Arbeiten gewartet werden musste, begründet Martin Danne, Kirchenvorstandsvorsitzender, mit vollen Auftragsbüchern der Unternehmen sowie mit den Herausforderungen an die Statik, die vom Architekturbüro bewältigt werden mussten. 

Doch im Oktober war es endlich so weit: Bevor zunächst die Tiefbau- und jetzt die Abbrucharbeiten begannen, wurde mit den Gemeindemitgliedern noch ein Foto vor dem Turmbau gemacht. Ein solches Motiv aus dem Jahr 1928 befindet sich im Archiv der Gemeinde. 

Orgel wird in Münster verkleinert 

Die Kirchenorgel wird inzwischen bei einem Spezialunternehmen in Münster verkleinert, damit sie nach den Arbeiten in mehr als einem Jahr an neuer Stelle im ehemaligen Altarraum ihren Platz finden kann. Der Altar soll neben die Beichtstühle verlegt werden – die Baupläne geben einen genauen Überblick darüber. 

Darin eingezeichnet ist auch ein Pfarrsaal, der innerhalb der Kirchengemäuer entstehen wird und zur Kirche hin geöffnet werden kann. Zur neuen Gesamtkonzeption gehört auch, die Zahl der Sitzplätze im Gotteshaus von zuletzt 200 auf etwa 120 zu reduzieren.

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