Viel Arbeit und viel Spaß an der Luisenhütte

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Die Ferienaktion an der Luisenhütte hat allen Beteiligten großen Spaß gemacht. ▪

BALVE ▪ Von diesen Ferienspielen an der Luisenhütte hatte jedes der 42 Kinder etwas: Ein Schmuckstück aus Zinn gegossen, ein aus Leder gefertigtes Armband und die Gewissheit, in dieser Woche am Meiler, in der Gießerei und auf der Baustelle das Beste gegeben zu haben. Stolz waren die Mädchen und Jungen, ebenso stolz deren Eltern, die bei der Abschlussveranstaltung die gesamten Werke betrachten und vor allem fotografieren konnten.

„Es hat alles gepasst“, war auch Bernadette Lang als Leiterin dieser inzwischen vierten Ferienspiele in Wocklum zufrieden. Sie und die 15 Betreuer hatten engagierte Teilnehmer erlebt, die schon vor dem offiziellen Beginn um 10 Uhr an ihren Stationen waren und mit der Arbeit begannen.

So vertieft waren sie darin, dass sie zum „Begrüßungskreis“ mit Abfrage der Anwesenheitsliste mehrmals aufgefordert werden mussten.

Etwa 50 Kilogramm an Holzkohle kam bei den Köhlern zusammen. „Es war anstrengende Arbeit, aber sie hat Spaß gemacht“, meinten dazu die drei Balver Kinder aus dieser Gruppe, Richard Schensar (14), Nico Gundlach (9) und Phil Wehner (10). Während Richard zum dritten Mal an den Ferienspielen teilgenommen und diese wieder einmal für „einfach gut“ empfunden hatte, hatten die beiden Jüngeren ihren Spaß beim ersten Mal.

Erfahrungen mit Schwielen, Blasen und den Stichen von „Bremsen“ sowie den mit vielerlei Aktivitäten verbundenen kleineren Verletzungen hatten so manche gemacht. In jedem Fall halfen Gel, Pflaster, Salbe und auch einige Streicheleinheiten.

Alle hielten bis zum Schluss durch und waren ein wenig traurig, dass diese Gemeinschaft jetzt auseinander gehen musste.

Gemeinsam hatten die Kinder die immer wieder neuen Arbeitsaufgaben vom Rentmeister, der für die Finanzen verantwortlich war, und die Aufwiegelung der Tiroler zum Streik sowie – als Höhepunkt des Ganzen – die Einstellung der Lohnzahlungen überstanden. „Die waren wirklich sauer“, hatte Bernadette Lange die Kinder beobachtet. Weil aber auch dieser Tagesverlauf durchgeplant war, hatte der Rentmeister schließlich ein Einsehen und sagte Lohn für den nächsten Tag zu: „Alle hatten sich wieder beruhigt.“

Mit vereinten Kräften entstand die Hütte, ein Schmuckstück mit Tür und schließbaren Fensterläden. Auch die „Frau Baronin Maria Theresia“ überzeugte sich gestern vom Zustand dieses Bauwerks, das mit einem Richtkranz geschmückt wurde. Jeder Handwerker erhielt ein Andenken aus ihren Händen. Nach den Darbietungen vor dem Ehrengast in Form von Tänzen und Liedern endete die Woche mit einem gemeinsamen Essen, bei dem auch die Eltern zulangen durften. Gerne werden die „Museen im Märkischen Kreis“ in zwei Jahren die nächste Sommerferienaktion in Wocklum ausrichten – spätestens dann werden sich viele der Kinder wieder sehen. - Julius Kolossa

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