Anspruchsvolles Musical mit aktuellem Inhalt

55 Kinder und Jugendliche proben derzeit für das Musical „Lara“.

BALVE ▪ Es geht um Mobbing, Freundschaft und Facebook – alles Themen, die die Jugendlichen heute berühren. Insgesamt 55 Kinder und Jugendliche im Alter von neun bis 18 Jahren studieren derzeit das Musical „Lara“ ein.

Geprobt wird vom Chor Atelier in der Aula des Schulzentrums. Geschrieben wurde das Stück, das die Akteure hier einstudieren, von Stefan Slembrouck. Die Musik wurde von Jan Coeck komponiert. „Weil wir aber in Balve keinen entsprechend großen Raum zur Verfügung haben, werden wir das Stück im Kaisergarten in Neuenrade am 9. und 10. März aufführen“, so Slembrouck.

Computertechnik kommt bei dem Stück zum Einsatz – so fährt der Lkw, der Laras Bruder Benni überfährt, in Originalgröße und sehr real wirkend auf den Jungen zu. Schwer verletzt liegt er im Krankenhaus. Lara, die versucht hat, in Vanessas Community aufgenommen zu werden, und deshalb ihren Bruder an seiner Schule vergessen hat, gibt sich die Schuld an diesem Unfall, lief doch der Kleine, als er sie endlich sah, ohne nach rechts und links zu sehen, einfach auf die Straße.

Stefan Slembrouck hat ein anspruchsvolles Musical geschrieben, kommen doch hierbei Freundschaften nur über Facebook zustande. Wer hier schlechte Bewertungen der anderen erhält, ist draußen. Lara erfährt, dass nur Siobhan zu ihr hält – ein Mädchen aus armen Verhältnissen, ohne Handy und PC, aber dafür mit Zauberkräften. Beide besuchen Benni im Krankenhaus, wo Lara von ihrer neuen Freundin ermuntert wird, für ihren Bruder zu singen. Darauf wacht dieser plötzlich auf und ist geheilt.

Stefan Slembrouck beschreibt, wie sich die Handlung zuspitzt: „Vanessa stellt Siobhan zur Rede, sieht sie diese doch als große Konkurrentin.“ Diese und Lara werden von Vanessa und deren Clique immer mehr bedrängt, bis schließlich Benni den Fluch löst. „Keiner weiß genau, was geschehen ist“, schildert der Autor und Regisseur die Situation im letzten Akt des Musicals.

Viele interessante Effekte hat er eingebaut, so werden die Facebook-Einträge auf Leinwand zu sehen sein, und auch das Krankenzimmer wird realistisch dargestellt. Eindringlich sind aber auch die Tanzszenen, wenn sich zum Beispiel der Kreis um Lara und Siobhan immer enger zieht. „Alles löst sich am Ende auf – wie dies passiert, ist ein interessanter Prozess“, so Stefan Slembrouck, der sich für ein Musical entschieden hat, in dem es nicht um Liebe geht. Vielmehr liegt ein anderer Zauber darin.

Für die choreografische Umsetzung sorgt Davina Sauer-Wunderling, die Leitung der Produktion und der Chöre Cantilena und Cantata hat Hadewich Eggermont.

Karten gibt es unter http://www.lara-ein-musical.de, bei der Volksbank und im Kaufpark. - Julius Kolossa

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare