Kiebitzmarkt-Fläche: Netto kommentiert Ansiedlungspläne nicht

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Die Brücke führt zum Gelände des ehemaligen Kiebitzmarktes und ist Teil des Radnetzausbaus im Großraum zwischen Neuenrade und Menden. Auf dem Gelände selbst tut sich dagegen weiterhin nichts.

Balve - Die bis vor einigen Wochen noch sehr rege Bautätigkeit auf dem ehemaligen Kiebitzmarkt-Gelände – die einzige nach dem Verkauf seit zwei Jahren – ist der Stadt Balve zu verdanken. Die geplante Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes gestaltet sich dagegen weiterhin schwierig.

So hat die Stadt vom Mühlenweg sowohl in den Radweg, als auch in die Brücke über die Hönne investiert, und dies im Rahmen der Gestaltung des Radwegenetzes von Neuenrade nach Menden. 240 000 Euro sind in diese Baumaßnahme geflossen, sagte dazu Michael Bathe, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, im Gespräch mit unserer Zeitung. „Unabhängig von der Bünting-Gruppe“, fügte er hinzu. „Alles, was mit dem Gebäudekomplex zusammenhängt, das ist alleinige Sache des Investors.“ 

Dieser hält sich sehr zurück mit Äußerungen zu einer möglichen Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes auf der Fläche des ehemaligen Kiebitzmarktes. „Aufgrund der Entwicklung des unmittelbaren Wettbewerbsumfeldes sehen wir keine zufriedenstellende Perspektive mehr für einen wirtschaftlichen Betrieb dieses Standortes für einen Verbrauchermarkt“, hatte die Bünting-Gruppe auf Anfrage zuletzt mitgeteilt. 

Netto bittet um Verständnis

Discounter Netto, der zuletzt immer wieder als Interessent für diesen Standort gehandelt wurde, hält sich auf Anfrage ebenfalls bedeckt zu seinen Plänen in der Hönnestadt. Christina Stylianou, Leiterin Unternehmenskommunikation, erklärte lediglich nebulös: „Wir bitten um Verständnis, dass wir Gerüchte dieser Art aus Wettbewerbsgründen grundsätzlich nicht kommentieren. Sollte die Errichtung einer neuen Netto-Filiale in Balve geplant sein, werden wir nach Abschluss aller Planungen und Verhandlungen zu gegebener Zeit vor Ort sowie durch Pressearbeit darüber informieren.“ 

Die Stadt hat derweil schon jetzt weitere 6000 Euro in die Zukunft investiert. Michael Bathe wies auf die geschotterte Fläche gegenüber des Gebäudeeingangs hin. Fertig gestellt werde diese als Geh- und Radweg, der die Brücke mit der Hönnetalstraße verbinden soll. Aber erst, wenn sämtliche Bauarbeiten des neuen Lebensmittelversorgers abgeschlossen seien. 

Radweg soll "zügig" weitergeführt werden

„Zügig weiter“ gehen soll es dagegen auf dem teilweise fertig gestellten Weg für Radfahrer und Fußgänger entlang der Hönne, dessen Betreten mit Bauzäunen verwehrt wird. „Hier laufen noch Grundstücksverhandlungen“, sagte dazu Michael Bathe. 

Danach aber würden die Arbeiten in Richtung „Lidl“-Markt fortgesetzt. Von dort werde eine weitere Brücke über die Hönne gebaut. „Diese aber in abgespeckter Form“, sagte Bathe. In Leichtbauweise und nicht so „luxuriös“ ausgestattet wie die Kiebitzmarkt-Brücke, soll sie eine Querung des Gewässers ermöglichen.

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