1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Balve

KFD erwägt Austritt, Auflösung und Neugründung

Erstellt:

Von: Julius Kolossa

Kommentare

Das KFD-Vorstandsteam ehrte sieben Mitglieder für ihre langjährige Treue
Das KFD-Vorstandsteam ehrte sieben Mitglieder für ihre langjährige Treue. © Kolossa, Julius

In der KFD Langenholthausen brodelt es: Ein Austritt aus dem Bundesverband ist nicht mehr ausgeschlossen, eine spätere Vereinsgründung wird von den Frauen in Erwägung gezogen.

Langenholthausen - Die Vorstellung, die vor einem halben Jahr noch völlig unmöglich erschien, könnte in naher Zukunft durchaus Realität werden: ein Austritt aus dem KFD-Bundesverband, die Auflösung der KFD Langenholthausen und eine neue Vereinsgründung in Erwägung gezogen werden.

Bundesverband erhöht jährlichen Mitgliedsbeitrag

Und das hat vor allem Kostengründe: Wie Jana Vogel vom Vorstandsteam den 44 Mitgliedern während der Jahreshauptversammlung am Samstag erläuterte, erhöhe der Bundesverband der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands ab dem 1. Januar 2024 den jährlichen Mitgliedsbeitrag von 20 auf 30 Euro.

„Von diesem Geld verbleiben acht Euro bei uns, während 20 Euro an den Bundesverband abgeführt werden.“ Der Verwendungszweck dort würde für fünf Prozent in die Interessenvertretung der Frauen fließen, während 52 Prozent für Personalkosten und 43 Prozent für die Verwaltung ausgegeben werden. „Was bringt uns dies als Basis?“, fragte Jana Vogel.

Vorstandsteam hinterfragt Mehrwert

Gemeinsam mit Barbara Theiler, Theresa Röken und Jaqueline Aßhoff vom seit 2021 gewählten Vorstandsteam hatte sie sich Gedanken zu diesem brandaktuellen Thema gemacht. Denn angesichts der bevorstehenden Beitragserhöhung wurde der damit einhergehenden Mehrwert für die KFD-Langenholthausen hinterfragt. Und dieser war, wie sich in der Diskussion zeigte, nicht gegeben.

Zukunft als „Frauengemeinschaft“ denkbar

Für Ingrid Förster, die bis 2021 insgesamt 29 Jahre im Vorstandsteam tätig war, stand fest: „Das ist der ungünstigste Zeitpunkt für eine Erhöhung: Wegen der Corona-Pandemie durfte bisher wenig stattfinden, und der Missbrauchs-Skandal erschüttert nach wie vor die katholische Kirche.“ Sie könnte sich damit abfinden, die KFD-Langenholthausen aufzulösen, und in einer „Frauengemeinschaft“ nach dem Vorbild aus Beckum weiter mitzuarbeiten. „Was vor einem halben Jahr noch völlig unmöglich schien, ist jetzt realistisch.“

So sahen es auch die anderen Mitglieder. Dazu Jana Vogel: „Wir vom Vorstandsteam sind bereit, diesen Prozess zu begleiten: Austritt aus dem KFD-Bundesverband und Auflösung der KFD Langenholthausen und eine neue Vereinsgründung. Eventuell werden wir weniger Mitglieder haben, doch wir haben Helfer, die uns in vielen Bereichen unterstützen.“

Endgültige Entscheidung fällt erst im nächsten Jahr

Die endgültige Entscheidung über die Zukunft der KFD Langenholthausen, die 1928 gegründet wurde und derzeit 150 Mitglieder hat, fällt allerdings erst im Herbst 2023 – bei der bei der nächsten Jahreshauptversammlung. Bis dahin gehe die Arbeit vor Ort weiter.

Und das bedeutet, dass beispielsweise am 19. November ab 15 Uhr in der Sokola.de der Adventsbasar stattfindet. Der Karneval für Senioren findet am 5. Februar 2023, der Karneval für Frauen am 10. Februar statt.

Auch interessant

Kommentare