Personalprobleme

Keiner will es machen: Ortsvorsteher für Dorf im MK dringend gesucht

Zum Abschied gab es Geschenke: CDU-Ratsherr Robin Vorsmann (links) und der Ortsunionsvorsitzende Tobias Müller (rechts) verabschiedeten Ortsvorsteherin Barbara Wachauch und CDU-Ratsherr Achim Wachauf mit Dankesworten und Präsenten aus den Ämtern.
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Zum Abschied gab es Geschenke: CDU-Ratsherr Robin Vorsmann (links) und der Ortsunionsvorsitzende Tobias Müller (rechts) verabschiedeten Ortsvorsteherin Barbara Wachauch und CDU-Ratsherr Achim Wachauf mit Dankesworten und Präsenten aus den Ämtern.

Am 4. November tritt in Balve der neue Rat zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Eine seiner ersten Aufgaben ist die Wahl der Ortsvorsteher. Ein Ort hat dabei ein Problem: Bis jetzt hat sich noch kein Kandidat gefunden, der das Amt übernehmen möchte.

Langenholthausen - Die CDU-Ortsunion Langenholthausen konnte während ihrer Mitgliederversammlung am Mittwoch keinen Kandidaten für den Posten des Ortsvorstehers nominieren. Aus den Reihen der neun teilnehmenden Mitglieder meldete sich kein Nachfolger für Barbara Wachauf, die für dieses Amt nach 16 Jahren nicht weiter zur Verfügung stehen wird (wir berichteten).

„Ortsvorsteher ist eigentlich ein originäres Thema der Ortsunion“, sagte der Vorsitzende Tobias Müller. Auch er habe bereits Gespräche mit acht Langenholthausenern geführt; auch diese Bemühungen seien aber erfolglos geblieben. Viel Zeit für eine Suche bleibt nicht mehr, denn in der Ratssitzung am 4. November werden die Ortsvorsteher gewählt. Findet sich keiner – auch dieses Szenario wurde diskutiert – dann kann einer der stellvertretenden Bürgermeister die Aufgaben beim Neujahrsempfang oder anderen Dorffesten, aber auch bei Geburtstagen oder Hochzeitsjubiläen übernehmen.

Eventuell könnte auch der Ortsvorsteher aus Mellen mit übernehmen.

Tobias Müller, Vorsitzender der CDU-Ortsunion Langenholthausen

„Es kann auch viel über die Ratsmitglieder abgedeckt werden“, sagte dazu Barbara Wachauf. Und dann wäre der neue CDU-Ratsherr aus Langenholthausen, Robin Vorsmann, in der Pflicht. „Eventuell könnte auch der Ortsvorsteher aus Mellen mit übernehmen“, stellte Tobias Müller ein weitere, dritte Möglichkeit dar. Doch so weit soll es nicht kommen, denn Langenholthausen soll weiterhin einen eigenen Ortsvorsteher stellen. Deshalb würden weitere Kontakte geknüpft, um spätestens in der Ratssitzung in gut zwei Wochen einen Vorschlag aus den eigenen Reihen machen zu können.

Die bisherige Ortsvorsteherin Barbara Wachauf und der ausscheidende Ratsherr Achim Wachauf nahmen indes Abschied von ihren Ämtern. Als Dank für die geleistete Arbeit nahmen sie einen Bierbutler und einen Blumenstrauß mit nach Hause.

Aufwertung des Mühlenteichs

Das neue Ratsmitglied Robin Vorsmann weiß bereits um die Verantwortung, die er nach seiner Wahl übernehmen muss. Denn zusammen mit dem Ortsunions-Vorsitzenden Müller will er „Themen besetzen“, um das Dorf, die Dorfjugend und vor allem auch die 23 CDU-Mitglieder aus Langenholthausen wieder an einen Tisch zu bekommen. Lange sei es her, dass dieses Gemeinschaftsgefühl aufkam. Deshalb würde bei der demnächst anstehenden Aufwertung des Mühlenteiches jegliche Unterstützung gebraucht. Was zuletzt in einer 72-Stunden-Aktion der Landjugend vor mehr als zehn Jahren geschah, bedürfe dringend einer Neuauflage. „Wir müssen dieses Kleinod stärken durch mehr Spielmöglichkeiten und mehr Aufenthaltsqualität“, betonten Vorsmann und Müller. Ein Katalog an Wünschen sei bereits erarbeitet und vom Bürgermeister wohlwollend zur Kenntnis genommen worden. Jetzt gelte es, Gelder dafür nicht nur aus dem Dorfbudget, sondern auch aus Fördertöpfen der Leader-Region und des Land NRW („Heimatscheck“) zu erhalten.

Fragebogenaktion wird ausgewertet

Und dann ist da noch die Fragebogenaktion, der sich Robin Vorsmann persönlich angenommen hat. In jedem Haushalt hat er einen Fragebogen abgegeben; die zurückgekommenen 20 Stück seien zwar nicht viel, aber dennoch aussagekräftig. Vereinsleben, Sportplatz, Sokola.de und Restaurant seien Pluspunkte für das Dorf, wie die Auswertung ergab. Dagegen wurde die fehlende Ansprache für Neuzugezogene, die schlechte Internetverbindung, die Mobilität mit Bus und Rad, der zunehmende Straßenverkehr mit Lkw und landwirtschaftlichen Geräten im Ortskern sowie schlechte Information über Neuigkeiten innerhalb Langenholthausens bemängelt.

Wünsche durften auch geäußert werden: Ein Geldautomat wäre vorstellbar, aber auch Spielmöglichkeiten am Mühlenteich und Treffpunkte für Jugendliche. Robin Vorsmann: „Auch eine Dirt-Bike-Strecke, endlich ein Radweg, aber auch organisierte Wanderungen, Bauflächen und Bürgerversammlungen wurden angegeben.“ All dies fließe in seine Arbeit als Mitglied des Rates und der heimischen Ortsunion ein.

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