Neue Gremien

Keine Gesamt-Pfarrgemeinderatswahlen in Balve

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Vikar Tobias Kiene, Pfarrer Andreas Schulte, Anita Weins (Gemeindeausschuss Balve) und Detlef Schulte (Vorsitzender des Gesamt-Pfarrgemeinderats) sprachen über die Zukunft des Pastoralverbunds Balve-Hönnetal.

Balve - Im Pastoralverbund Balve-Hönnetal finden im November keine Gesamt-Pfarrgemeinderatswahlen statt – während sonst im gesamten Erzbistum Paderborn gewählt wird, ist für Balve eine Ausnahmegenehmigung erteilt worden.

„Wir wollen uns für die Zukunft neu aufstellen“, stellte Pfarrer Andreas Schulte am Donnerstag das neue Konzept vor. 

Und dies sieht vor, interessierte Frauen und Männer für eine Mitarbeit im neuen Gremium „Netzwerk katholische Kirche im Hönnetal – überörtlich gestalten, koordinieren, entscheiden“ zu gewinnen. Dieses löst den Gesamt-Pfarrgemeinderat ab; die Aufgaben sind weitgehend geblieben. Beratung der Hauptamtlichen, Koordinierung der Arbeitskreise und die Planungen von Veranstaltungen im Pastoralverbund gehören dazu. 

Pfarrer Andreas Schulte, Vikar Tobias Kiene, aber auch Detlef Schulte, Vorsitzender des Gesamt-Pfarrgemeinderates, und Anita Weins, Gemeindeausschuss Balve, erhoffen sich von diesem Netzwerk eine größere Begeisterung für die Mitarbeit. Denn: der bisherige Gesamt-Pfarrgemeinderat ist mit sieben Mitgliedern „chronisch unterbesetzt“, so Detlef Schulte. Gestartet wurde bei der Wahl vor vier Jahren mit noch zehn Gewählten; seinerzeit fanden sich schon keine Kandidaten mehr für Balve, Garbeck und Mellen. 

„Wir brauchen neue Denker“ 

Werbung für das Netzwerk-Konzept wird am Mittwoch, 8. November, um 19 Uhr in der Sokola.de für alle 80 in den Gemeindeausschüssen und anderen Gremien des Pastoralverbundes Tätigen gemacht. Das Team um Pfarrer Andreas Schulte hofft, dass unter diesen aktiven Gemeindemitgliedern genügend sind, die sich am 24. und 25. Februar sowie am 3. und 4. März zur Wahl stellen werden. 

„Wir brauchen Neu-Denker, und vielleicht auch Quer-Denker“, möchte Pfarrer Schulte vielen die Möglichkeit geben, sich einzusetzen. Es gelte, eigene Verantwortung zu übernehmen, betonte Detlef Schulte. 

Stühle stellen und Kuchen backen reicht nicht mehr

In der Vikarie ist Platz für ein Zentrales Pfarrbüro, das Pfarrarchiv und auch eine Wohnung für Gastpriester.

Und dies bei zeitlich und inhaltlich gestiegenen Anforderungen: „Heute reicht es nicht mehr, Stühle zu stellen und Kuchen zu backen.“ Frauen und Männer, die bereit sind, sich der Verantwortung für den gesamten Pastoralverbund zu stellen, sind im Gremium „Netzwerk“ richtig. Die Wahlen im Februar und März werden unabhängig von der Zahl der Kandidaten durchgeführt; die vier danach folgenden Jahre werden vom Erzbistum Paderborn begleitet. „

Wir sind auf der Suche nach Spuren, wie Kirche sich in Zukunft gestalten kann“, so Pfarrer Andreas Schulte. Für Balve-Hönnetal heißt dies aber auch, dass sich diese Region dreigleisig aufstellt. Denn es werden neben den gewählten Gemeindemitgliedern auch Mitglieder für die Gemeindeausschüsse gesucht; diese gestalten und koordinieren die Arbeit vor Ort mit. 

Und dann gibt es noch die Arbeitskreise Taufpastoral, Trauerpastoral, Messdiener, Ökumene, Caritas und Junge Kirche, in denen Kirche nach vorn gebracht werden kann. Auch dafür werden Leute gesucht. In einem in allen Kapellen und Kirchen demnächst ausliegenden Flyer werden die Anforderungsprofile zusammen gefasst. Ansprechpartner sind Vikar Tobias Kiene (Tel. 0 23 75 / 32 16), Anita Weins (Tel. 0 23 75 / 52 72) und Detlef Schulte (Tel. 0 23 94 / 24 57 80). Von diesem Konzept unberührt bleiben die Kirchenvorstandswahlen, die nach wie vor im November 2018 stattfinden werden. 

Indischer Mitbrunder ab November

Entlastet werden die Hauptamtlichen in ihrer Arbeit ab November von einem indischen Mitbruder. Dieser bereitet sich mit anderen indischen Priestern zurzeit in Welver auf seine Arbeit in Deutschland vor. „Es ist nicht der Priester, den wir für Pastor Jürgen Bischoff bekommen“, betonte Pfarrer Andreas Schulte. Vielmehr soll dieser die Vakanz bis Mai 2018 überbrücken. Sein Wohnsitz wird in der Vikarie sein. 

Mit dem Ausbau einer Wohnung für solche und andere Gäste bekommt dieses Refugium als Standort für das Zentrale Pastoralbüro und das Pfarrarchiv eine noch größere Bedeutung. Mit Blick auf das wenige Meter entfernte Pfarrheim wies Schulte auf den aktuellen Stand der seit drei Jahren dauernden Planungen für den Abriss und Neubau hin: 

Die Kosten würden wegen des geringeren Platzbedarfes geringer. Im November finden weitere Gespräche mit dem Generalvikariat in Paderborn als Entscheidungsbehörde statt.

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