Hauptschule in Balve soll aufgelöst werden

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Balve - Die Verwaltung schlägt den Mitgliedern des Ausschusses Schule, Kultur, Soziales und Sport die Auflösung der Gemeinschaftshauptschule zum Ende des Schuljahres 2016/2017 vor. Es soll keine Eingangsklasse mehr gebildet werden.

Am Mittwoch entscheiden die Kommunalpolitiker über diese Beschlussempfehlung für den Rat. Zeitgleich soll dieses Gremium zum Schuljahr 2019/20 an der Städtischen Realschule die Einrichtung eines Hauptschulbildungsgangs beschließen. Interfraktionelle Gespräche seien bereits geführt worden, auch die Schulleitungen seien informiert.

Bereits in der Vergangenheit mussten Ausnahmegenehmigungen zur Bildung von Eingangsklassen an der Hauptschule erteilt werden, da die Mindestzahl von 18 Schülern nicht erreicht wurde. „Die Fortführung einer Hauptschule mit nur einer Klasse stellt eine Ausnahme dar, da eine Hauptschule mindestens mit zwei Parallelklassen pro Jahrgang geführt werden muss“, schreibt die Verwaltung. Zudem sei dies mit entscheidenden Nachteilen verbunden; unter anderem sei die Lehrerversorgung nicht mehr ausreichend.

 Aufgrund der Schülerzahlentwicklung – sie lässt den Schluss zu, dass im nächsten Schuljahr weder an der Haupt- noch an der Realschule genügend Schüler angemeldet würden, um Eingangsklassen bilden zu können – sei bereits ein Gespräch mit den Verantwortlichen der Bezirksregierung Arnsberg geführt worden.

Fazit: An der Realschule könnte ein Hauptschulbildungsgang eingerichtet werden; die Kinder in der fünften und sechsten Klassen würden zusammen unterrichtet. Ab der siebten Klasse werde dann teilweise in Grund- und Erweiterungskursen differenziert beschult.

„Eine reine Hauptschulklasse gibt es in dieser Schulform nicht“, schreibt die Verwaltung und zählt Vorteile dieser „Gesamtschule light“ auf: Balver Kinder könnten weiter vor Ort beschult werden; eine Integration der Realschule Balve sei möglich; die Stadt Balve sei nicht auf Schüler aus Nachbarstädten angewiesen. Besonders wichtig ist der Verwaltung: „Die Stadt Balve hat weiterhin für die Zukunft eine weiterführende Schule.“

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