Kein Weihnachtsmarkt in Balver Höhle

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Der Balver Weihnachtsmarkt bleibt draußen - und findet nicht in der Höhle statt.

Balve - Nun ist's fix: Es wird keinen Weihnachtsmarkt in der Balver Höhle geben. Den Fachhändlern ist das Risiko zu groß, den Markt kurzfristig absagen zu müssen.

Der Weihnachtsmarkt beschäftigt die Mitglieder des Balver Fachhandels bereits intensiv. Nun ist klar: Er wird nicht in der Balver Höhle stattfinden. Dem Wunsch einiger Mitglieder hat die Schützenbruderschaft St. Sebastian eine klare Absage erteilt. 

Bei der Jahreshauptversammlung hatte Carl Grote, Inhaber der gleichnamigen Goldbäckerei, deutliche Kritik am Weihnachtsmarkt geübt. Er habe viele negative Rückmeldung zu der großen Veranstaltung erhalten, Positives höre man immer nur vom Vorstand. Der neue Vorsitzende Daniel Pütz hatte zuvor gesagt, dass dieser „aus Sicht der Organisation immer besser läuft“. Grote plädierte dann für eine Verlegung in die Höhle. 

Den Einwand, dass laut Aussage der Schützenbruderschaft keine Veranstaltungen bei Frost in der Höhle stattfinden dürfen, „wurde nicht gelten gelassen“, schreibt Daniel Pütz. Daraufhin wandte sich der Vorstand der Balver Fachhändler nochmals an die Kollegen der St.-Sebastian-Bruderschaft und bat um eine schriftliche Stellungnahme. 

Diese liegt nun vor – mit schlechten Nachrichten. Die Schützen haben das Thema nochmal bei der Höhlenabnahme mit dem Sachverständigen angesprochen. Die Aussage ist eindeutig: Sollte Frost herrschen, sei eine Vermietung wegen der Gefahr, dass sich Eiszapfen bilden und Besucher verletzen, aus Sicherheitsgründen untersagt. 

„Das Ausfallrisiko würde ausschließlich die Balver Werbegemeinschaft tragen“, heißt es in der Stellungnahme der Schützen. Die Bruderschaft bietet den Fachhändlern aber an, den Höhlenvorhang länger hängen zu lassen, um Frost in der Höhle zu verzögern. „Beim Blick in die Wetterstatistik der letzten Jahre sieht man, dass immer wieder bereits Ende November, Anfang Dezember starke Frosteinbrüche in Balve vorkamen“, sagt Daniel Pütz. 

Und der Vorschlag, den Weihnachtsmarkt in den November zu ziehen, sei für einen Weihnachtsmarkt keine Option. Zudem habe sich der Weihnachtsmarkt am Drostenhaus und IBS-Parkplatz sehr positiv entwickelt und werde gut von Ausstellern und Besuchern angenommen, betont der Vorsitzende. Er stelle eine Bereicherung für die Innenstadt dar. „Natürlich ist man auch hier wetterabhängig, aber Regen und Kälte ist der Sauerländer Marktbesucher gewöhnt, und es besteht nicht die Gefahr, kurzfristig allen Ausstellern absagen zu müssen.

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