Kein Ende im Balver Baustellen-Ärger

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Ortstermin im neuen Baustellenabschnitt: Die Verantwortlichen schauten sich am Montag genau an, wie die Baustelle eingerichtet wurde.

Balve - Die Hönnestadt und ihre Baustellen, diese schier unendliche Geschichte geht in dieser Woche mit dem Umzug der B229-Baustelle in ein nächstes trauriges Kapitel.

„Hier in Balve sind Zustände wie beim Bau des Berliner Flughafens“, schimpft Susanne Kalinowski. Im Gespräch mit der Redaktion vergleicht sie den schleppenden Baufortschritt in der Bundeshauptstadt mit der Sanierung der Bundesstraße 229 von Langenholthausen nach Balve. 

„Denn beides dauert unverhältnismäßig lange und keiner von der öffentlichen Hand bedenkt die Auswirkungen.“ Die Garbeckerin, die drei Tage in der Woche die Praxis Herde im Gesundheitscampus nutzen muss, stellt die Frage, wie sie und andere Patienten diesen Campus während der Bauarbeiten entlang des Salzlagers in Balve-Süd bis zum Brucknerweg erreichen können. Das Gesundheitscampus habe für das kleine Balve schließlich eine große Bedeutung, ebenso die in diesem Umkreis liegende Rettungswache und das Altenheim. 

Straßen.NRW versucht zu beruhigen

Andreas Berg, Pressesprecher des Landesbetriebs Straßen.NRW, versuchte auf Anfrage zu beruhigen: „Natürlich haben wir alle Belange berücksichtigt.“ Allerdings sei während dieser Baumaßnahme auf der Bundesstraße bis zum Dechant-Amecke-Weg, die bis Ende September abgeschlossen sein soll, eine Vollsperrung der B229 bis zur Einmündung Brucknerweg unumgänglich. „Letztendlich sind alle Behörden beteiligt: die Stadt, die Ordnungsbehörde des Märkischen Kreises, die Polizei, die Leitstelle und die Feuerwehr.“ Für Anlieger sei alles erreichbar. Aber: „Mit Beeinträchtigungen im Zuge dieser Arbeiten ist zu rechnen“, stellte der Pressesprecher fest. 

Nach der Einrichtung der Baustelle am Montag sind diese Einschränkungen am Dienstag gleich heftig. Denn die ausführende Baufirma wird den Fahrbahnbelag abfräsen. Das Gesundheitscampus ist deshalb für Fahrzeuge – selbst für Rettungswagen – nicht erreichbar. Zum Campus kommen Besucher lediglich zu Fuß über den Bürgersteig. Am Mittwoch soll dann eine Rampe gebaut werden, sodass zumindest Rettungswagen wieder bis zum Gebäude kommen. 

Deutlich hinter dem Zeitplan

Die Sanierung der Bundesstraße 229 liegt auf Balver Stadtgebiet deutlich hinter dem ursprünglichen Bauzeitenplan. „Wir sind im Verzug, weil an manchen Stellen der Straßenuntergrund nicht mehr tragfähig war, sodass ein Bodenaustausch zur Stabilisierung vorgenommen werden musste“, erklärte Berg. 

Sorgte diese für eine Verzögerung von zwei Wochen, kommen beim ausführenden Bauunternehmen jetzt auch krankheitsbedingte Ausfälle hinzu. „Diese Baumaßnahmen zieht sich länger hin als erwartet“, sei die anfangs vorgesehene Freigabe zum Ende der Sommerferien nicht mehr zu halten. Die Baufirma habe deshalb einen Antrag auf Verlängerung der Frist bis zum 30. September an die Behörden gestellt, der auch genehmigt wurde. 

Bis zum Dechant-Amecke-Weg wird also jetzt noch gearbeitet, im Brucknerweg und der B 229 dann auch mit einspuriger Verkehrsführung und Ampelanlage.

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