Der Kaufpark in Balve baut an

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Weiterhin gesperrt bleiben muss der Blintroper Weg. Die Verkehrssicherheit sei dort nicht gegeben.

Balve - Zu der letzten Sitzung dieser Wahlperiode trafen sich am Dienstag die Mitglieder des Ausschusses Umwelt, Planung, Bau. Der Blintroper Weg nahm einen großen Teil der Sitzungszeit für sich in Anspruch.

Auf Antrag von Lorenz Schnadt (UWG) sollte über die Sperrung dieses Schleichwegs hinter dem Garbecker Gewerbegebiet diskutiert werden. Cay Schmidt, der in Vertretung für Alexander Schulte diese Sitzung leitete, jedoch befand, dass bei diesem Thema kein Abstimmungsbedarf bestehe. Es blieb also beim Austauschen der Meinungen. Schnadt betonte, dass er den Weg gerne freigeben würde während der Bauarbeiten an der Kreisstraße in Richtung Küntrop, um eine Umleitung zu ermöglichen.

Christiane Schärfke, 2. Allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters, erinnerte an den bisherigen Verlauf: Der Blintroper Weg war nur für Fahrzeuge bis dreieinhalb Tonnen und landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge zugelassen. Der Weg gehört teils Neuenrade, teils Balve. Letztere Gemeinde hat nach der Sperrung die weitere Nutzung geduldet.

In Folge häuften sich Meldungen über Schäden an der Straßendecke sowie an Autos, die darauf gefahren waren. Scherfke: „Die Verkehrssicherheit auch in einem Einbahnbereich ist aufgrund des schlechten Zustandes nicht garantiert.“ Mit einer Instandsetzung des Weges seien „erhebliche Kosten“ verbunden.

Die Sperrung des Weges sei auch notwendig, weil aktuell die Blintroper Brücke erneuert werde. Die Instandsetzungarbeiten wurden bereits zwei Mal seit 2008 zugunsten anderer Maßnahmen zurück gestellt. Das sei – so Bürgermeister Hubertus Mühling – nun nicht erneut möglich.

Das Stadtoberhaupt hatte indes eine andere gute Nachricht: Die Arbeiten in Richtung Küntrop gingen schneller voran, als erwartet: „Schon Ende dieses Jahres und nicht – wie vorgesehen – im ersten Quartal 2015, kann diese Strecke bereits wieder freigegeben werden.“

Nach dieser Diskussion wurde dem Rat empfohlen, für den Bereich Hinsel einen Satzungsentwurf anzunehmen. Außerdem wurde der Erweiterung des Kaufparks zugestimmt. Die bisherige Verkaufsfläche von etwa 1100 Quadratmeter soll auf 1329 Quadratmeter vergrößert werden. Dafür soll ein Anbau in Richtung Alte Ziegelei erfolgen. Der Gesamtanbaufläche beträgt etwa 503 Quadratmeter; außerdem würden die Stellplätze neu angeordnet.

Einstimmigkeit herrschte auch bei bei der Teilnahme am Wettbewerb um eine Leader-Region. Mit Sundern, Neuenrade und Arnsberg soll für jede Stadt ein eigenes Konzept erstellt werden. Die Möglichkeit, als Leader-Region ausgewählt zu werden, liegt laut Sachdarstellung bei 60 Prozent.

Bei einer Zusage könne mit einer Fördersumme je nach Einwohnerzahl von 1,8 bis 2,1 Millionen Euro gerechnet werden, die für sechs bis sieben Jahre zur Verfügung stehe. Aber auch bei einer Absage, so die parteiübergreifende Meinung, seien die vorliegenden Planungen weitere Arbeitsgrundlagen.

Bürgermeister Mühling teilte auch noch mit, dass nach vier Jahren die Baugenehmigung für den Sendemasten der Deutschen Telekom am Osterfeuer-Standort in Garbeck vorlägen und dass es mit dem Balver Einzelhandel positive Gespräche über die Vermarktung der Kibizmarktfläche geführt würden. Der Bebauungsplan werde dann nach der Sommerpause vorgelegt.

Von Julius Kolossa

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