Katzenkostüme machen das Rennen

GARBECK ▪ In Garbeck waren die Katzen los: Diese Kostümierung war die beste von 27, die sich der Jury am Samstag beim Preiskostümball stellten. Als Reiner Priggel, Vorsitzender vom ausrichtenden Turnverein Sauerlandia, die Entscheidung bekannt gab, hielt es die jungen Frauen nicht mehr auf ihren Plätzen.

150 Euro erhielten sie dafür, 100 Euro gab es für die Zweitplatzierten: Fische und Aquarium mit Ortsvorsteher Christoph Haarmann. Und er wusste auch schon über den Verwendungszweck zu berichten: „Wir spenden das Geld an die kfd aus Balve, wenn sich deren Frauen als Kamele auf unserem Kreisverkehr fotografieren lassen!“ Denn auf einem der Kreise in Garbeck soll kein Mammut als Wahrzeichen von Balve seinen Platz finden, sondern vielmehr etwas, das mit den Heiligen Drei Königen zusammen hängt. Da fiel Haarmann als Gag dieses Angebot ein.

13 Preise waren insgesamt zu vergeben, der dritte (75 Euro-Gutschein vom Schultenhof) ging an die „Schnuckeltüten“, und wie Sieger freuten sich die „Punks“ über ihr Fass Bier für den 4. Platz. Wieder viele Gedanken gemacht hatten sich alle Teilnehmer, denn „Tetris“ (Platz 5), „Fliegenpilz mit Efeu“ (6), „Minimäuse“ (7), „Vogelscheuchen“ (8), „Tannenbaum“ (9), „Schmetterlinge“ (10), „Poltergeist“ (11), „Dschungelcamp-Dirk Bach“ (12) und „Balerina“ (13) waren stilecht gekleidet. Für die Platzierungen gab es Gutscheine im Wert von zehn bis 50 Euro.

Nicht leicht fiel der 15-köpfigen Jury die Wahl, nur 13 aus 27 auszuwählen. Reiner Priggel, der in Matrosenhemd und Kapitänsmütze alles im Griff hatte: „Alle waren gut, aber wir mussten uns entscheiden.“ So gab es eine kleine Anerkennung an Gerald Hesse, der seit 30 Jahren in jeweils unterschiedlicher Verkleidung teilnimmt.

Groß war der Dank an alle, die zum Gelingen beigetragen hatten: das Thekenteam, Feuerwehr, DRK, Frauenchor und Kegelclub – und die „Amigos“. Sie machten diese Kostümparty erst zu einer richtigen Party, wobei sie je nach Lied in voller oder kleinerer Besetzung die Bühne füllten.

Und weil ein großer Teil der Besucher kostümiert erschienen war, fanden sich an Theke, Tischen und auf der Tanzfläche die unterschiedlichsten Konstellationen ein. So standen vier junge Bademeister mit Mäusen oder Katzen zusammen, zwei Löwen waren im innigen Gespräch vertieft oder aber Cowboys, Fische, Hexen, Hippys und Piraten stießen zusammen an. „Das gibt‘s nur einmal, das kommt nie wieder“ – in Garbeck verstehen sie zu feiern.

Julius Kolossa

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