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Neues Format: Kaum Interesse an alternativem Gottesdienst

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Von: Julius Kolossa

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Die neue Gottesdienstordnung im Pastoralverbund Balve-Hönnetal ab 2022 stellten Dechant Pfarrer Andreas Schulte und Gemeindeassistentin Theresa Wagner vor dem Jahreswechsel in jeder Gemeinde vor.
Die neue Gottesdienstordnung im Pastoralverbund Balve-Hönnetal ab 2022 stellten Dechant Pfarrer Andreas Schulte und Gemeindeassistentin Theresa Wagner vor dem Jahreswechsel in jeder Gemeinde vor. © Kolossa, Julius

Die neue Form der alternativen Gottesdienste, die der Pastoralverbund Balve-Hönnetal seit diesem Jahr durch eine Änderung der Gottesdienstordnung ermöglicht, stößt bei den Katholiken in der Region bisher auf kaum Interesse. Bislang fand ein solcher Gottesdienst lediglich in der Affelner St.-Lambertus-Gemeinde statt. Weitere Termine sind zur Zeit nicht geplant.

Balve - Bei diesem alternativen Gottesdienst unter dem Motto „Zeit für mich – für Dich – für Gott“ kann sich grundsätzlich jeder Interessierte in seiner Gemeinde einbringen, um Ideen und Wünsche umzusetzen mit Andachten, Meditationen oder Konzerten.

Erforderlich wurden das neue Angebot und damit die Änderung der Gottesdienstordnung aufgrund von personellen Engpässen im Pastoralverbund. Pastor Wilhelm Grothe wurde Anfang Januar in den Ruhestand verabschiedet (wir berichteten), seine Stelle wird nicht nachbesetzt, sodass nun weniger Personal für die Seelsorge und die Messfeiern zur Verfügung steht.

Deshalb hat der Pastoralverbund die Anzahl der Messen in den Gemeinden reduziert. An Wochenenden, an denen nun keine Messe mehr in der jeweiligen Gemeinde stattfindet, besteht die Möglichkeit diesen alternativen Gottesdienst anzubieten. Das neue Konzept stellten Dechant Pfarrer Andreas Schulte und Gemeindeassistentin Theresa Wagner im vergangenen Jahr in jeder Gemeinde vor.

Dass das Interesse bislang dennoch überschaubar ist, findet zumindest Theresa Wagner nicht verwunderlich: „Wir sind im Pastoralteam nie davon ausgegangen, dass dieses Konzept ab dem 1. Januar sofort angenommen wird. Vielmehr gehen wir von einer Übergangsphase aus, in der sich Gottesdienstformen entwickeln. Und in einem Jahr blicken wir hoffentlich auf dieses Jahr zurück, um sagen zu können, dass diese Gottesdienste doch die richtige Entscheidung waren.“ Wagner sieht dieses Projekt in seiner Wachstumsphase. Ansprechpartner in den Gemeinden müssten sich finden, um eigene Wege zu gehen. Vom Pastoralverbund werden dafür auf Anfrage Termine zur Verfügung gestellt.

Von Michael Schulte, Geschäftsführender Vorsitzender der Affelner St.-Lambertus-Gemeinde, gibt es Lob für den bislang einzigen alternativen Gottesdienst: „Eine gute Möglichkeit zur Zusammenkunft der Gläubigen.“ Die Auftaktveranstaltung in Affeln sei, wie im Dorf zu hören war, sehr gut besucht worden.

Junge Kirche: Neustart am Sonntagabend in Langenholthausen

Die erste „Junge Kirche“ des Pastoralverbundes Balve-Hönnetal in diesem Jahr findet am Sonntag, 16. Januar, ab 18 Uhr in Langenholthausen in der St.-Johannes-Kirche statt. Gemeindeassistentin Theresa Wagner, als Koordinatorin zuständig für die „Junge Kirche“ im heimischen Pastoralverbund, sagt im Gespräch mit der Redaktion: „Von nun an werden wir an jedem dritten Sonntagabend im Monat in Langenholthausen eine Veranstaltung der Jungen Kirche anbieten.“ Die Premiere wird nicht als Eucharistiefeier zelebriert, sondern als Wortgottesdienst. Dieser steht unter dem Motto: „Neuanfang in diesem Jahr und für die Junge Kirche.“

Denn bislang hatte die „Junge Kirche“ alle zwei Jahre geballt mit vielen Veranstaltungen in der Fastenzeit stattgefunden. Nun werden die Termine über das gesamte Jahr verteilt. Die musikalische Gestaltung des sonntäglichen Wortgottesdienstes übernehmen Manuela Cyganek, Clara Schütte und Tanja Riedel. Wer Interesse hat, die „Junge Kirche“ zukünftig mitzugestalten, kann sich bei Theresa Wagner melden: Tel. 01 72 /2 92 17 53, E-Mail: wagner@pv-balve-hoennetal.de.

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