Trikottausch der Revierrivalen zu Marschmusik

+
Garbecks Ortsvorsteher Christoph Haarmann (links), glühender BVB-Verehrer, und Schützenkönig Jürgen Grevener (rechts), bekennender Schalke-Fan, im Trikots des jeweiligen Erzrivalen. Brudermeister Hubertus Schulte war der lachende Dritte.

Garbeck -  Näher am Publikum waren am Samstag die Hellen Köppe auf der neuen Bühne, die um 90 Grad versetzt war. Die Karnevalstruppe aus den Reihen des MGV Amicitia Garbeck setzte damit ihr Programm neu in Szene. „Ein Jahr mit Luft nach oben“, lautete das Motto, bei dem das Programm von der Spontaneität lebte. So wurde kurzfristig der Ablauf geändert, weil die Wettkandidaten früher als vorgesehen für ihren Einsatz bereit waren.

Die Hellen Köppe wetteten diesmal mit der Schützenbruderschaft. Neun Schützen aus Vorstand und Offizierskorps, die an diesem Abend noch nicht in der Halle waren, sollten „in Grün“ erscheinen, außerdem der amtierende König Jürgen „Schalke“ Grevener und der vor 25 Jahren regierende Christoph „Immel“ Haarmann mit ihren Königsketten.

Elf Mann waren es schließlich, die einmarschierten, und dabei sogar die Fahne präsentierten. Aber so schnell gab sich Ingo Mettken, der die Moderation des Abends übernahm, nicht geschlagen, Vielmehr stellte er noch das Wissen der Schützen auf die Probe. Sie rieten, wie oft an die Halle angebaut wurde, und lagen mit vier Anbauten nur knapp hinter der richtigen Antwort „fünf Mal“.

Dafür wussten sie, wer einmal seinen Hut falsch herum getragen hatte, und welche Frauen jeweils zwei Mal Königin gewesen waren. Brudermeister Hubert Schulte gab die richtige Antwort auf die Frage nach den Baukosten der 1912 eingeweihten Halle: 35.000 Reichsmark waren es gewesen. Und mit etwas Hilfe bekamen die Schützen heraus, dass die Hünsborner Musiker die Schützenfeste mit 54 Kästen Bier absolvierten.

Bis dahin war es ein ruhiger Abend gewesen für „Schalke“ und „Immel“. Das änderte sich, als sie sich auf Anweisung der Hellen Köppe ein Trikot der jeweils anderen Lieblingsmannschaft überziehen und sich so in der Halle vorstellen mussten.

Damit nicht genug, stand ihnen die Herausforderung bevor, einen Vogel im Kugelfang auf einer Vogelstange hochzukurbeln. Die gesamte Spielzeit des Radetzkymarsches stand ihnen dafür zur Verfügung, reichte aber nicht aus, weil das Getriebe etwas manipuliert worden war.

Am Ende hatten die Schützen dennoch ihre Wette gewonnen: Die sieben Hellen Köppe werden ihnen 72 Stunden lang an einem demnächst anstehenden Anbau der Schützenhalle mithelfen werden.

Neben der Wette ist auch die Verleihung des eigenen Verdienstorden ein fester Bestandteil des Programms. Diesmal wurde Ludger Schulte-Fabry für seinen ehrenamtlichen Einsatz in und für Garbeck geehrt.

Kaum etwas war den Sängern im abgelaufenen Jahr entgangen, wie sich bei ihren Betrachtungen des Dorflebens zeigte. Die Ereignisse wurden auf amüsante Weise in Erinnerung gerufen, so dass auch die Protagonisten, die zum Teil mitten im Publikum saßen, herzlich lachen mussten.

Schnell nahm diese Karnevalsveranstaltung an Fahrt auf und lange dauerte sie an. Daran hatte nach dem offiziellen Teil auch Alleinunterhalter Thomas Weber einen wesentlichen Anteil.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.