„Kampf um Köpfe“ wird immer wichtiger

Dirk Sasse, Gudrun Schmitz-Raphael, Hubertus Mühling, Mareike Grote, Katharina Dambowy und Klaus Hundrieser wissen, welchen Stellenwert Auszubildende künftig haben.

BALVE ▪ 320 Lehrstellen gibt es in Balve. Im vergangenen Berichtsjahr waren es 267, wie Gudrun Schmitz-Raphael vom Arbeitgeberservice beim „Tag des Ausbildungsplatzes“ während einer Pressekonferenz in der Steuerberatungsgesellschaft „Hundrieser + Partner“ erläuterte.

In der Kanzlei mit 19 Mitarbeitern werden die beiden Auszubildenden von Steuerfachwirtin Katharina Dambowy als „Ausbildungsscout“ an den Beruf herangeführt. Bürgermeister Hubertus Mühling ließ sich von Klaus Hundrieser und Dirk Sasse das Konzept erläutern: „Wir sehen Ausbildung als ganzheitlichen Prozess, bei dem die Daten, Zahlen und Fakten des Bewerbers, aber auch seine Persönlichkeit berücksichtigt wird.“ Wichtig sei, sich auf die Jugendlichen einzulassen. Mareike Grote hat nach dem Abschluss an der Höheren Handelsschule die Ausbildung zur Steuerfachangestellten begonnen, und befindet sich im zweiten Ausbildungsjahr.

Klaus Hundrieser: „Wir wachsen aus eigener Kraft und setzen uns das Ziel, allen Auszubildenden einen Arbeitsplatz anbieten zu können.“ In Zeiten des Facharbeitermangels und demografischen Wandels werde der Kampf um Köpfe immer wichtiger. Gudrun Schmitz-Raphael erläuterte, dass zurzeit noch 149 Ausbildungsstellen im Bereich der Geschäftsstelle Menden der Agentur für Arbeit als unbesetzt gemeldet seien. Im Kreis wären es 1247. Denen stünden die 2865 kreisweit gemeldeten Bewerber gegenüber. Schmitz-Raphael: „Zurzeit haben wir im Bereich Menden 184 unversorgte Bewerber.“ Sie machte sich nach der Pressekonferenz wieder auf den Weg, um für Ausbildungsplätze zu werben. Allerdings sei es auch für manche Unternehmer nicht leicht: „Schwierig ist es, im Hotel- und Gastronomiegewerbe sowie für Bäckereien und Metzgereien, überhaupt Bewerber zu finden.“ Sehr stark nachgefragt bei Schulabgängern seien dagegen Ausbildungen zum Industrie-, Groß- und Außenhandelskaufmann, Kfz-Mechatroniker, Friseur und die gesamte Bandbreit der Industriemechaniker.

Bürgermeister Mühling wies auf die Aktionstage hin: „Mit Stöbertag, Girls- und Boysday und den Praktika können wir den Mädchen und Jungen zeigen, wohin demnächst ihre berufliche Reise gehen kann.“

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