Kalkwerk-Betreiber muss Verbindungsweg reparieren

BECKUM ▪ Die Interessengemeinschaft „Bürger für Beckum“ hat am Sonntag Alarm geschlagen, weil der Verbindungsweg zwischen Wocklum und dem Ortsteil offenbar von Fahrzeugen des Kalkwerks zerstört worden war und der Steinbruch zudem unzureichend abgesichert war (wir berichteten). Jetzt hat sich auch die Stadt eingeschaltet und die Brühne-Gruppe, die das Steinwerk betreibt, Stellung genommen.

„Wir haben uns heute von Seiten der Verwaltung ein Bild gemacht“, sagte Bürgermeister Hubertus Mühling. Dabei seien auch Gespräche mit der Brühne-Gruppe geführt worden, dass die Straße wieder befahrbar gemacht werden muss. Grundsätzlich, so der Erste Bürger, spreche nichts dagegen, dass die Fahrzeuge den öffentlichen Weg nutzten. „Aber in der Massivität ist es nicht in Ordnung.“

Bereits vor einigen Monaten hatte es laut Mühling Ärger gegeben, weil Schlamm und Dreck ein Durchkommen auf dem Weg unmöglich machten. Auch damals seien Gespräche geführt und die Fahrbahn von der Brühne-Gruppe gesäubert worden. „Aber das jetzt hat schon eine andere Qualität“, so Mühling weiter.

Ein weiterer Punkt: die Absicherung der Abbruchkante. Fakt sei, es müsse etwas passieren, aber was, ob ein Zaun gezogen oder eine besondere Beschilderung angebracht werden müsse, sei noch zu besprechen. Der Kalkwerk-Betreiber sei kooperativ auf die Stadt zugekommen. Gleichwohl rügte der Bürgermeister: „In dieser hochsensiblen Spannungslage der Steinbrucherweiterung, hat sich die Gruppe nicht geschickt verhalten.“ Seit über einem Jahr liefen Gespräche, um einen Kompromiss zu finden. Die jetzigen Ereignisse seien dafür nicht gerade förderlich. Die Bürger hätten sich „zu Recht“ aufgeregt.

Bezüglich der Kaufanfrage für den Weg unterstrich Hubertus Mühling: „Es gibt keinen Beschluss und es hat keine politischen Beratungen im Rat gegeben.“ Er warte auf politische Rückmeldungen. Auch einen zeitlichen Fahrplan gebe es nicht. „Als Verwaltung sind wir bestrebt, ein höchstmögliches Maß an Schutz der Beckumer Bürger durchzusetzen.“ Wegen der „Interessenskollision“ müssten nun beide Seiten sauber abgewogen werden, damit ein „gescheiter Kompromiss“ raus komme.

Annette Fischer, Pressesprecherin der Brühne-Gruppe, sagte: „Den Weg zu beschädigen, ist nicht zu vermeiden, wenn der Abraum abtransportiert wird.“ Er werde auch wieder hergerichtet. Sicherungsmaßnahmen an der Abbruchkante seien „sofort erforderlich“ und bereits eingeleitet worden. ▪ acn

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