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Junge Handwerker an der Luisenhütte

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Von: Julius Kolossa

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Das Zinngießen ist einer der Handwerksberufe, den die Kinder noch bis Freitag an der Luisenhütte kennenlernen können. Unter fachkundiger Anleitung können sie etwa Münzen oder Zauberstäbe herstellen.
Das Zinngießen ist einer der Handwerksberufe, den die Kinder noch bis Freitag an der Luisenhütte kennenlernen können. Unter fachkundiger Anleitung können sie etwa Münzen oder Zauberstäbe herstellen. © Kolossa, Julius

In der letzten kompletten Woche der Sommerferien sind seit Dienstag rund um die Luisenhütte viele junge Handwerker aktiv. „Es sind wieder Handwerkertage“, sagt Bernadette Lange, Museumspädagogin des Märkischen Kreises, die die Veranstaltung organisiert.

„Im dritten Jahr in Folge können die Kinder für einen Tag aus dem Angebot zwei Handwerksberufe wählen und diese ausprobieren“, so Lange.

Für 40 Kinder pro Tag ist diese noch bis Freitag laufende Veranstaltung ausgelegt. Eine Zahl, die an den vier Tagen jeweils knapp erreicht wird. Bei den Handwerkertagen dabei sind natürlich Mädchen und Jungen aus Balve, aber auch aus Menden, Neuenrade und Hemer. Sie machen ihre ersten Erfahrungen mit dem Papierschöpfen, dem Gießen von Zinn und Bronze, der Bearbeitung von Bernstein, aber auch im Schmieden und der Lederbearbeitung.

Handwerkertage sollen „möglichst abwechslungsreich sein“

„Es macht Spaß, etwas Neues auszuprobieren“, sagt der neunjährige Noah aus Neuenrade. Sorgfältig poliert er einen Bernstein. „Das wird ein ganz besonderes Schmuckstück.“ Dass Materialien wie Bernstein zur persönlichen Weiterverarbeitung ausgegeben werden, macht der Märkische Kreis möglich. „Denn die Handwerkertage sollen auch 2022 wieder möglichst abwechslungsreich sein“, so Bernadette Lange.

Das Papierschöpfen stand bei Collien und Elisa hoch im Kurs.
Das Papierschöpfen stand bei Collien und Elisa hoch im Kurs. © Kolossa, Julius

Ihr stehen acht Helfer zur Seite an den einzelnen Stationen, wo es durchaus heiß hergehen kann. So hat Olaf Fabian-Knöpges einen Ofen aufgebaut und in Betrieb genommen, in dem die Bronze in Form von Eule, Wikinger, Muschel und Seekuh gegossen werden kann. Beim Zinngießen können Pfeilspitzen, Amulette, Münzen oder auch Zauberstäbe hergestellt werden. Collien (11) aus Beckum und Elisa (11) aus Balve beschäftigten sich zum Start der Handwerkertage zunächst mit der Technik des Papierschöpfens. „Das haben wir bisher noch nie gemacht“, erzählen sie – und präsentieren stolz das Ergebnis ihres Premierenversuchs, das noch in der Sonne trocknen muss.

Bald wieder historisches Spiel an der Luisenhütte

Unter einem Pavillon wird derweil das Schreiben mit Tinte und Feder probiert. Das ist zuerst gar nicht so einfach und erfordert einiges an Übung. Den Ehrgeiz dafür bringen die jungen Teilnehmer mit. „Unsere Ferienkinder sind motiviert“, sagt Bernadette Lange zufrieden.

Bis 2019 fand als Ferienangebot des Märkischen Kreises an der Luisenhütte regelmäßig ein historisches Spiel mit alljährlich wechselnder Geschichte statt. Dann jedoch kam Corona und veranlasste die Verantwortlichen, ihr Programm zu ändern. „Es könnte aber sein, dass demnächst wieder ein solches Spiel stattfinden kann“, sagt Lange. „Darüber wird im November für 2023 entschieden, denn wir benötigen viel Vorlauf für die zu entwickelnde historische Handlung, aber auch die handelnden Personen und die Küche.“

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