Junge Erwachsene sollen in der Hönnestadt bleiben

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Bürgermeister Hubertus Mühling und Horst Schönweitz vom Planungsbüro Pesch und Partner hoffen im Rahmen der Bürgerforen auf rege Beteiligung.

Balve - Für das Dorfentwicklungskonzept „Balve 2030: Wir gestalten Zukunft“ beginnt die zweite Phase. In Kürze finden die Bürgerforen statt. Darauf wiesen Bürgermeister Hubertus Mühling, Reimund Schulte, Koordinator aus dem Rathaus, Balves Ortsvorsteher Matthias Streiter und sein Garbecker Pendant Christoph Haarmann sowie Diplom-Ingenieur Horst Schönweitz vom Planungsbüro Pesch und Partner hin.

Von Julius Kolossa

Nachdem nun der Ist-Zustand von Stadt und Dörfern erfasst worden sei, sollen nun die Einwohner an der Entwicklung eines Leitbildes mitwirken. „Wir hoffen dabei auf viele Teilnehmer, und ganz besonders auf Jugendliche“, betonte Bürgermeister Mühling. „Jeder ist gefragt, wenn für Balve gemeinsam Zukunftsstrategien entwickelt werden sollen.“ Maximal zwei Stunden sollen die Veranstaltungen dauern. Im Mittelpunkt würden die folgenden Fragen stehen: „Warum lebe ich gern in ...? Was stört mich / Was vermisse ich in ...? Was muss getan werden, damit ... auch in 20 Jahren lebenswert ist?“

Ein Hinweis auf das Dorfentwicklungskonzept findet sich bereits auf der Internetseite der Stadt Balve (www.balve.de). Dort sollen demnächst auch die Ergebnisse aus den Bürgerforen vorgestellt werden. Diese sollen Handlungsvorgaben für den Rat der Stadt werden, der dann ein Leitbild mit strategischen Zielen für den Haushalt entwerfen soll, schilderte das Stadtoberhaupt. Dieser Prozess soll nachhaltig Wirkung zeigen. „Bürger können gemeinsam etwas bewegen“, betonte Hubertus Mühling und verwies auf die Gründung des Stadtmarketings Balve vor zehn Jahren.

Der Bürgermeister erinnerte nochmals an den Anlass, der den Anstoß zur Konzepterstellung gegeben hatte: Der demografische Wandel, der nach einer Prognose für das Jahr 2030 etwa 19 Prozent weniger Balver Einwohner (Dezember 2012: 11 700, minus 150) voraussagt. „Damit hätten wir unter 10 000 Bürger, und befänden uns auf dem Stand von 1971“, stellte Mühling fest. Unumkehrbar sei der Prozess, dass Balve kleiner und älter werde. Aufhalten könne man aber die Abwanderung der 18- bis 30-Jährigen. „Dieser Altersgruppe müssen hier Perspektiven für Beruf und Familie geboten werden“, forderte Horst Schönweitz.

Auch dieses Thema könne im Rahmen der Bürgerforen angesprochen werden. Die erste Veranstaltung dieser Art ist für Dienstag, 16. April, ab 19 Uhr im Pfarr- und Jugendheim Garbeck für alle Garbecker und Langenholthausener geplant. Am darauffolgenden Abend treffen sich um 19 Uhr die Balver im Evangelischen Jugendheim. Am 18. April um 19 Uhr kommen die Beckumer, Eisborner, Mellener und Volkringhausener in der Beckumer Schützenhalle zusammen.

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