Julius Kolossa liest in der Bücherei Balve

Roswitha Schubert, Leiterin der Balver Bücherei, nahm die beiden Werke von Julius Kolossa für die Bücherei entgegen.

BALVE ▪ 100 Seiten, zwei Bücher, ein Autor: Julius Jürgen Kolossa, freier Autor und Mitarbeiter unsere Zeitung hatte am vergangenen Donnerstag zur Vorstellung seiner beiden Erstlingswerke in die öffentliche Bücherei Balve eingeladen. Ein dutzend Besucher war Kolossas Einladung gefolgt.

„Glaube ganz einfach“ lautet der Titel des ersten Werkes, das der 45-jährige Kolossa den Zuhörern zuerst vorstellte. Viele Menschen erlebten den Glauben als viel zu kompliziert“, so Kolossa, der katholische Religion auf Lehramt studiert hat. „Wir brauchen Priester und sonstige Verantwortliche als lebensnahe Vermittler der Botschaft Jesu – und zwar indem die Zeichen des 21. Jahrhunderts erkannt werden und danach gehandelt wird“, sagte Kolossa. Seine Publikation versteht der Autor, der in Volkringhausen aufgewachsen ist, in Balve zur Realschule ging und nun in Neheim lebt, als Wegweiser, der zum Nachdenken und Diskutieren anregen soll. Das ist Kolossa auf den 20 Seiten mit wissenschaftlichem Anmerkungsapparat gelungen.

Sehr viele Theologen hätten sich bisher damit abgemüht, den Glauben einfach darzustellen, „Warum soll gerade Ihnen das gelungen sein?“, wollte einer der Zuhörer wissen. Kolossa selbst gab in diesem Zusammenhang zu bedenken, dass er seinen Lesern lediglich eine Anleitung geben wolle, in einfacheren Kategorien zu denken, um so die Botschaft Jesu besser zu verstehen.

Zudem beschäftigte die Lesungsbesucher die Frage, ob sich das Buch auch für Jugendliche eigne. „Schüler ab der Klasse acht können das Heft sicher lesen“, sagt Kolossa. Und die Probe aufs Exempel soll schon in den kommenden Wochen stattfinden, wenn Kolossa, gelernter Maschinenschlosser, sein Buch in der Balver Hauptschule präsentiert.

Ferner wollte einer der Lesungsbesucher wissen, wie Geistliche bisher auf das Werk reagiert hätten. Hier, so Kolossa, warte er noch auf eine Rückmeldung. Anschließend lud er die Leser ein, sich selbst ein Bild zu machen.

„So gesehen...“, lautet der Titel des zweiten Werkes, das 13 Satiren und eine kurze satirische Kriminalgeschichte, bei der humorvoll gemordet wird, beinhaltet.

Das Leben schreibe die besten Geschichten – einige davon habe er in diesem Buch aufgeschrieben, so der Historiker, der in Münster vor seinem Lehramtsstudium, Geschichte und Politikwissenschaft studierte. Völlig neue Betrachtungsweisen über die hohe Kunst der Motivation, die Vorzüge des Sports und die Gartenarbeit werden auf 78 Seiten geschildert. Mit Wortwitz und Sprachspielen nimmt Kolossa das Alltägliche unter die Lupe.

Als Zugabe präsentiert der Autor den Zuhörern eine Kriminalgeschichte, bei der die beiden Ermittler Stefan und Harry einen Mordfall im Neheimer Rotlichtmilieu aufklären.

Zudem informierte Kolossa sein Publikum darüber, dass er an einem neuen Kriminalstück arbeite, das unter anderem in Balve spiele. „Hauptsache der Mörder kommt nicht aus Balve“, sagte einer der Anwesenden in Richtung des Autors und sorgte damit für allerhand Gelächter.

Die Bücher „Glaube ganz einfach“ (5,60 Euro) und „So gesehen...“(9,90 Euro) können bei Julius Kolossa, Tel. 02932/7843, bestellt werden. ▪ ute

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