Zerstörungen und Müll

Jugendgästehaus in Garbeck: Nicht nur das Coronavirus macht Probleme

In das Jugendgästehaus in Garbeck kommen coronabedingt momentan keine Gäste. Das gesamte Gelände rund um das Gebäude ist gesperrt – eigentlich.
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In das Jugendgästehaus in Garbeck kommen coronabedingt momentan keine Gäste. Das gesamte Gelände rund um das Gebäude ist gesperrt – eigentlich.

Markus Haarmann mag in Corona-Zeiten schlechtes Wetter. Der Schneeregen und Schnee der vergangenen Tage ist deshalb ganz nach seinem Geschmack

„Dann bleiben die Jugendlichen wenigstens zu Hause und treiben sich nicht hier am Garbecker Bahnhof herum.“

Wegen der Pandemie und den damit einhergehenden Vorschriften weist Haarmann mit großformatigen Schildern darauf hin, dass das Gelände rund um das Jugendgästehaus gesperrt ist. Markus Haarmann ist als Eigentümer des 10 000 Quadratmeter großen Grundstücks in der Pflicht und Verantwortung dafür.

Gebäude war nach einem Brand zur Ruine verfallen

1982 kaufte sein Vater Franz-Josef den nach einem Brand zur Ruine verfallenen Garbecker Bahnhof und baute ihn wieder neu auf. Über den Verein „Bahnhof Garbeck“ wird der Bahnhof als Jugendgästehaus seit 1982 ganzjährig vermietet für Zirkusprojekte, Grillwochenenden, Chöre, Vereine, Schulen und auch Erstsemester aus Essen und Bochum. „Wir sind ein gemeinnütziger Verein“, so Haarmann.

Markus Haarmann, Eigentümer des Garbecker Bahnhofs.

Durch die Mieteinnahmen werde die Unterhaltung dieses Areals mit Gästehaus und Grillplatz finanziert. „Leider wurde in diesem Sommer viel zerstört – und auch sehr viel Müll hinterlassen“, ärgert sich Haarmann. Täglich schaut er auf dem Weg nach Hause hier vorbei, und findet leider auch häufig viel Abfall. „An den Wochenenden kommt säckeweise Müll zusammen.“

In Gesprächen kommen „nur blöde Sprüche“

Schon oft habe er das Gespräch mit Jugendlichen gesucht, die sich dort versammelt hatten, und appelliert, sich an das Versammlungsverbot zu halten. „Ich habe mir nur blöde Sprüche anhören müssen“, erzählt er. Deshalb habe er nun das Ordnungsamt darüber informiert, damit Kontrollen erfolgen könnten. „Die waren auch schon hier“, weiß er.

Haarmann hat sogar Verständnis für die Jugendlichen, die sich mangels Alternativen auf diesem weitläufigen Gelände treffen wollten, doch wünscht er sich von diesen auch entsprechenden Respekt, wenn er mit ihnen ins Gespräch kommen möchte. „Jetzt spielt wenigstens das Wetter mit“, hofft er für seine Zwecke weiterhin auf nasskalte Witterung.

Ist eine Nutzung ab Ostern wieder möglich?

Offiziell soll hoffentlich ab Ostern die Nutzung unter Einhaltung der Corona-Vorschriften wieder möglich sein. Verlegt wurde bereits die Aktion „Bauen wie die Biber“, bei der alljährlich in den Osterferien die Pfadfindergruppe St. Elisabeth aus Hagen auch im letzten Winkel des Geländes für Ordnung sorgt. Die Aktion soll nun voraussichtlich vom 12. bis 16. Mai erfolgen.

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