Festakt beim Musikverein Amicitia

Abschied und Jubiläum

Paul Schulte, Präsident des Volksmusikerbundes NRW (r.), überreicht dem Amicitia-Vorsitzenden Michael Volmer eine Erinnerungsplakette zum Jubiläum.
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Paul Schulte, Präsident des Volksmusikerbundes NRW (r.), überreicht dem Amicitia-Vorsitzenden Michael Volmer eine Erinnerungsplakette zum Jubiläum.

Zwei große Höhepunkte standen am Samstag im Mittelpunkt einer Veranstaltung: das 225-jährige Bestehen des Musikvereins Amicitia Garbeck und der Abschied vom Dirigenten Tobias Schütte.

„Es bedeutete mir sehr viel, hier gewesen zu sein“, betonte Schütte, der sich nach zehn Jahren neuen Herausforderungen stellen will (wir berichteten). „Wir hatten eine gute Zeit.“

Und für diese bedankte sich Tobias Schütte mit einem selbst komponierten Marsch zu „Zion auf“, dem Lied des Garbecker Patronatsfestes. „Ich schenke diesen Marsch der Gemeinde und widme ihm dem Musikverein.“ Stehenden, lang anhaltenden Beifall bekam er dafür. Und vom Musikverein gab es als Andenken ein Fotobuch der vergangenen zehn Jahre. Der Vorsitzende Michael Volmer erinnerte an die Anfänge: „Tobias, wir haben Dich für den Zapfenstreich fit gemacht.“ Denn 2011 bedurfte es noch einiger Übung, den mit diesem traditionellen Bestandteil des Schützenfestes noch unerfahrenen Dirigenten vertraut zu machen. Und: „Du bist mit einem Zopf gekommen, und gehst mit kurzen Haaren.“ Es hat sich viel bewegt in den Schütte-Jahren, die geprägt waren von der 2018 verliehenen höchsten Auszeichnung bei einem Wertungsspiel, aber auch von Schützenfesten, Konzerten und der „Night of Music“.

„Garbecker Marsch“ schwungvoll intoniert

Seinem Nachfolger Scott Lawton bescheinigte Schütte ein gelungenes Jubiläumskonzert. Die Musiker legten dafür neben den Noten von „Zion auf“ noch zwei weitere Uraufführungen auf ihre Notenpulte. Denn der von Hermann Pingel komponierte „Garbecker Marsch“ zum 140-Jährigen Bestehen des Musikvereins kam 1936 nicht zur Aufführung, sondern erst 2019 ins Repertoire der Amicitia. Schwungvoll wurde dieser intoniert. So war es auch bei einer weiteren Premiere. Charly Grote aus Langenholthausen schenkte als Unterstützer der Garbecker ein sinfonisches Werk, das er von Arrangeur Guido Rennert komponieren ließ. Dieser engagiert sich bei Fernseh- und Kinofilmen als Komponist und Arrangeur. Für Garbeck brachte er „Sonus amicitiae“ („Klänge der Freundschaft“ aufs Papier. Dem Publikum gefielen diese neuen Klänge, die Zuhörer hatten aber auch Gefallen bekannten Stücken.

Viele Gratulanten und eine Erinnerungsplakette

Zwischendurch traten Gratulanten auf die Bühne. Vom MGV war das Geburtstagsständchen „Vivat Amicitia“ zu hören. Der Präsident des Volksmusikerbundes NRW, Paul Schulte, überreichte eine Erinnerungsplakette. Am Ende des gelungenen Konzerttages, zu dem auch die Vor- und Jugendorchester beitrugen, wurden noch einmal Lieder gespielt, die Tobias Schütte besonders am Herzen lagen: das Finale der Ouvertüre von Wilhelm Tell und die „Armenischen Tänze.“ Zum Abschied erklärte der scheidende Dirigent: „Ich wünsche euch ein glückliches Händchen für die Zukunft.“ Diese wird von Scott Lawton gestaltet, der sich darauf freut: „Ich bin sehr neugierig auf diese tolle und leistungsstarke Truppe.“

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