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„Jim Knopf“ in der Balver Höhle: Im dritten Anlauf soll es endlich klappen

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Von: Jona Wiechowski

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Regisseurin Marie Neuhaus-Schwermann (links) und die Verantwortlichen des Festspielvereins erklärten den Ablauf der Proben für das Stück „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“. Im Anschluss konnten Interessierte Fragen stellen. Im kommenden Monat soll es mit einer Leseprobe losgehen.
Regisseurin Marie Neuhaus-Schwermann (links) und die Verantwortlichen des Festspielvereins erklärten den Ablauf der Proben für das Stück „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“. Im Anschluss konnten Interessierte Fragen stellen. Im kommenden Monat soll es mit einer Leseprobe losgehen. © Wiechowski, Jona

Anfang Dezember beginnen die Proben für das Familienmusical „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“. Der Festspielverein Balver Höhle als Veranstalter ist zuversichtlich, dass das auch in Corona-Zeiten klappen wird – mit den dann gültigen Regeln.

Die Premiere soll am 7. Mai in der Balver Höhle stattfinden.

Im dritten Anlauf soll es jetzt gelingen: Schon zweimal mussten die Aufführungen des Familienmusicals coronabedingt verschoben werden, der Festspielverein seine Spielzeiten 2020 und 2021 im Felsendom jeweils komplett absagen. Am Montag stellten die Verantwortlichen das Stück noch einmal vor, was zahlreiche Interessierte in das neue Vereinsheim, die Gransauer Mühle, zog. Auch mehrere Kinder und Jugendliche waren gekommen, die mitmachen wollen.

Regisseurin Marie Neuhaus-Schwermann warf einen Blick in das 67 Seiten lange Skript. „Jim Knopf ist ein sehr vielfältiges und temporeiches Stück“, beschrieb sie die Geschichte, die auf dem Kinderbuch von Michael Ende basiert.

Einige Rollen sind noch unbesetzt

„Wir können viele Schauspieler gebrauchen“, sagte sie. Einige Rollen sind derzeit noch unbesetzt. Offen seien noch mehrere kleinere und auch größere Rollen – etwa die des Drachen Nepomuk. Gerade für kleinere Kinder interessant seien die vielen Massenszenen, in denen nichts gesagt werden müsse. Dazu wird gesungen: Zehn Songs kommen im Musical vor, darunter mehrere Solo-Auftritte. Bis Januar sollen alle Rollen besetzt sein.

Das Stück hat mehrere bunte Kulissen. Neuhaus-Schwermann nannte Lummerland, die Wüste oder China als Beispiele. Auch hier sucht der Verein Unterstützung. „Beim Bühnenbau brauchen wir dringend Leute“, sagte Bühnentechniker Stephan Haarmann. Er lud auch Eltern ein, ab März/April mit anzupacken. Gesucht werden auch noch Kostümschneider oder ein Fahrer für die Lok Emma, die bei den Aufführungen mithilfe eines kleinen Quads durch die Höhle bewegt werden soll. Hier hatte sich am Montag schon ein Kind zum Probe fahren gemeldet.

Fünf Arbeitsstunden werden fällig

Wer aktiv beim Stück mitmacht, verpflichtet sich damit übrigens gleichzeitig, fünf Arbeitsstunden für den Verein zu leisten – etwa beim Auf- und Abbau der Bühne. Ansonsten werde ein kleiner Obolus fällig. Darauf machte Vorsitzender Lukas Koch unter dem Stichpunkt „Bühnenverpflichtung“ aufmerksam.

Los geht es mit einer Leseprobe am Montag, 6. Dezember, um 17.30 Uhr. Der Ort wird noch bekanntgegeben. Eine Woche später, am 13. Dezember, gibt es die erste reguläre Probe, ehe es in die Weihnachts- und Winterpause geht. Ab Montag, 17. Januar, soll der Probenbetrieb dann richtig anlaufen – immer montags und donnerstags, wobei nicht immer alle Ensemblemitglieder an allen Terminen da sein müssten, erklärte Marie Neuhaus-Schwermann. Die Proben sollen zumeist im Vereinsheim Gransauer Mühle stattfinden. Wird mehr Platz benötigt, geht es in die Aula der Balver Real- oder Grundschule.

Corona: Alle Termine noch unter Vorbehalt

„Die Proben-Termine sind unter Corona-Vorbehalt“, sagte Vorsitzender Lukas Koch. Er sei aber zuversichtlich, dass in den nächsten Wochen und Monaten geprobt werden könne – wenn auch unter dann neuen Corona-Regeln. Das könne bedeuten, dass sich in kleineren Gruppen getroffen oder die 2G-Regel (Ausschluss Ungeimpfter) angewandt werden müsse, nannte er mögliche Beschränkungen. Bei der 2G-Regel seien Kinder immerhin ausgenommen. Geprobt werden solle auch ohne Maske.

Aufgeführt werden soll das Stück vom 7. Mai bis 5. Juni nächsten Jahres an mehreren Tagen in der Höhle. Sollte dies die Corona-Lage nicht zulassen, ist laut Koch eine Verschiebung um mehrere Monate nicht möglich. Denn im nächsten Jahr sei die Balver Höhle für Veranstaltungen bereits komplett ausgebucht. Im schlimmsten Fall müsste die Spielzeit also noch ein drittes Mal abgesagt werden.

Worst-Case-Szenario ist noch kein Thema

Mit diesem Worst-Case-Szenario möchte sich beim Festspielverein jetzt aber noch niemand ernsthaft beschäftigen – ganz im Gegenteil. In der kommenden Woche soll der Karten-Vorverkauf beginnen. Eventuell müsse die maximale Besucherzahl entsprechend der Pandemie-Lage später noch verändert werden. „Bis Mai ist es ja noch ein bisschen hin“, gibt sich Koch optimistisch.

Auch das Orga-Team hinter dem Familienmusical „Jim Knopf“ steht. Dieses bilden: Markus Kaiser (Musikalische Leitung), Marie Neuhaus-Schwermer (Regie), Lukas Koch (Vorsitzender), Jörg Leiß (Ensemble-Sprecher), Nadine Marx (Choreografie), Stephan Haarmann (Technik), Christin Gittel (Maske), Ruth Gerken und Ana Santos (Kostüme).

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