Jens Niehoff beweist Nervenstärke und regiert

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Da war das neue Königspaar Jens Niehoff und Carina Cordes-Niehoff gleich in seinem Element. Die eine oder andere Loala-Welle starteten die beiden durch die Balver Höhle. ▪

BALVE ▪ Etwas ungläubig schaute der neue Schützenkönig Jens Niehoff am Montagmittag durch die Höhle. Überall jubeltem dem 25-Jährigen und seiner Königin Carina Cordes-Niehoff die Schützen zu. Mit dem 144. Schuss hatte Niehoff die letzten Reste des Adlers von der Stange geholt.

Lange hatten die drei Bewerber um die Balver Königswürde gerungen. Ein kleines Stück Holz hing noch im Kugelfang, als klar war, dass Marcel Bertsch, Helmut Schweitzer und eben Jens Niehoff es ernst meinen. Immer wieder ging in dieser Dreiviertelstunde ein Raunen durch die Menge. Hier und da hörte man schon die Forderung: „Da muss ein Vorstandsentscheid her.“ Die drei Schützen ließen sich aber nicht aus der Ruhe bringen und um Punkt 11.30 Uhr fiel der letzte Rest des Adlers und Jens Niehoff sah sich von einer jubelnden Menschenmenge umgeben. Schnell war auch seine Königin Carina Cordes-Niehoff vor Ort. So konnte Stefan Rademacher die Königskette übergeben. Monika Rademacher beglückwünschte ihre Nachfolgerin mit einem Blumenstrauß.

Der größte Jubel brandete anschließend – nach dem stimmungsvollen Einmarsch mit Musikbegleitung – in der Balver Höhle auf, als Engelbert Prinz von Croy lautstark verkündete: „Wir haben einen neuen König.“ Als der Vorsitzende dann Jens Niehoff um ein paar Worte bat, war dieser erstmal sprachlos. „Wenn meine Eltern das hören, dann bin ich einen Kopf kürzer“, war der erste Satz, den der neue König herausbrachte und mit dem er gleich das ganze Schützenvolk hinter sich hatte. Danach hatte sich der Schützenbruder aus der 2. Kompanie gefangen und versprach: „Ich hoffe wir feiern heute noch schön und nächstes Jahr geht es dann richtig ab.“

In seinem Hofstaat finden sich vor allem der Freundeskreis und viele Fußballer der SG Balve/Garbeck wieder. Jens Niehoff ist als Berufssoldat in Rheine stationiert. In Balve wohnt er am Hohenstein.

Am Vormittag hatten sich insgesamt 23 Schützen am Schießstand angemeldet. Die ersten sechs Schüsse gebührten allerdings den Würdenträgern. Vorjahreskönig Stefan Rademacher, Präses Andreas Schulte, Bürgermeister Hubertus Mühling, der Ehrenvorsitzende Konrad Betten, der Vorsitzende Engelbert Prinz von Croy und Oberst Wilhelm Rademacher setzten dem störrischen Vogel als erste zu.

Kopf und damit auch die Krone schoss um 10.28 Uhr Ralf Skrubel. Präses Andreas Schulte nahm dem Vogel das Zepter und hat nach seinem Apfelschuss in Garbeck fast schon einen Bausatz beisammen. Den Apfel und den linken Flügel sicherte sich Marcel Bertsch, ehe Jens Niehoff beim Abschuss des rechten Flügels nicht mehr viel vom Adler überlies und den Rest dann auch noch herunter holte.

Am Nachmittag folgte dann der große Festumzug durch die Stadt, ehe das Fest am Abend in der Höhle ausklang. ▪ David Schröder

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