Jedowski kauft Markant-Markt in Balve

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Das Markant-Gebäude hat den Besitzer gewechselt: Die Sauerländer Landmetzgerei Jedowski, bisher einer der Pächter der Immobilie, hat das Haus gekauft.

Balve - Die Sauerländer Landmetzgerei Jedowski ist nicht länger Pächter, sondern jetzt Eigentümer des Markant-Marktes auf dem Drostenplatz. „Wir sind uns einig geworden“, sagte dazu Alfons Rath, Geschäftsführer der Planbau, die zugleich auch Eigentümer des Markant und des Drostenhauses ist, zu unserer Zeitung.

„Der Pachtvertrag stand Ende August sowieso zur Diskussion“, sagte Rath, wie es zu dem Verkaufsgespräch kam. Es standen die Optionen „verlängern“ oder „kündigen“ an – weil aber die Sicherung des Standorts am Drostenplatz in beider Sinne gewesen sei, wurden sich die Parteien einig. 

„Es ist letztendlich so gekommen, wie wir es erhofft haben“, sagte Alfons Rath. „Der Kauf von Jedowski ist aus unserer Sicht die beste Lösung.“ Problemlos sei verhandelt und schnell eine Einigung erzielt worden. Über den Kaufpreis aber wurde Stillschweigen vereinbart. 

Gebäude 40 Jahre alt

40 Jahre alt sei das Gebäude, so der Planbau-Geschäftsführer. Zunächst war es an Bremke und Hörster verpachtet, seit zwölf Jahren an das Unternehmen Jedowski aus Balve. Der heimische Familienbetrieb kann jetzt den „Markant“ in Eigenregie weiterführen, und hat dabei noch Möglichkeiten, das Gebäude zu erweitern. Das Unternehmen erhofft sich davon, dass der Drostenplatz weiterhin attraktiv für die Balver Bürger als Einkaufsstandort bleibt. Alfons Rath: „Bisher galten der Markant-Markt und das Drostenhaus als wirtschaftliche Einheit. Ab sofort bestehen sie unabhängig voneinander.“ 

Eventuell bestünden Gedanken der Stadt, das Drostenhaus von Planbau zu übernehmen, fügte er an. Darauf angesprochen, sagte Bürgermeister Hubertus Mühling: „Dazu gibt es seitens der Stadt keine Aussage.“ 

Die Brücke steht, das Vorhaben der Bünting-Gruppe, auf dem früheren Kiebitzmarkt-Gelände Einkaufsmöglichkeiten zu schaffen, dagegen wohl nicht mehr.

Ebenso kurz und knapp war seine Stellungnahme zur Frage nach dem aktuellen Stand des Bauvorhabens auf dem ehemaligen „Kiebitzmarkt“-Gelände an der Hönnetalstraße, nur etwa 50 Meter vom Drostenplatz entfernt, das wohl vor dem Aus steht. 

Vor etwa zwei Jahren wurde das Gebäude mit dem 5000 Quadratmeter großen Grundstück von Edmund Gödde an die Bünting-Gruppe verkauft, der unter anderem die „Familia“-Märkte, „Combi“ und „Jibi“ gehören. Großes hatte der Investor vor: Das erste Konzept des neuen Lebensmittelversorgers sah auch vielversprechend aus. Ein großer Einkaufsbereich mit einem Café sollte Balve bereichern. 

Entsprechend positiv wurde von Rat und Verwaltung reagiert – es lagen schon Überlegungen für eine neue Verkehrsführung vor. Dann tat sich mehr als ein Jahr lang nichts mehr. Die bisherige Bautätigkeit war der Stadt Balve zu verdanken, die eine Brücke über die Hönne und einen Radweg anlegen ließ. Und diese Arbeiten können sich sehenlassen, haben doch Radfahrer und Fußgänger genügend Platz entlang der Gabionen. 

Highlight ist der in der vergangenen Woche installierte beleuchtete Handlauf des Brückengeländers. Auf der Brücke bietet sich dem Betrachter dagegen ein trostloser Blick auf den leer stehenden einstigen Landmarkt. So mancher Balver fühlt sich dabei an „Lost Places“ erinnert, die im Internet eine ganz eigene Zielgruppe ansprechen. An verlassenen Orten machen sich diese auf die Suche nach deren Atmosphäre und Fotomotiven. 

Bünting-Gruppe sieht „keine Perspektive“

Unsere Zeitung wollte von der Bünting-Gruppe jetzt wissen, wie der Stand der Dinge ist und wie die Pläne für das „Kiebitzmarkt“-Gelände aussehen. „Aufgrund der Entwicklung des unmittelbaren Wettbewerbsumfeldes sehen wir keine zufriedenstellende Perspektive mehr für einen wirtschaftlichen Betrieb dieses Standortes für einen Verbrauchermarkt. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir aufgrund der noch andauernden Gespräche und Verhandlungen über die weitere Nutzung und Verwertung des Geländes derzeit keine näheren Angaben machen können“, teilte die Bünting-Gruppe schriftlich mit.

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