Marktwert von Eichenholz legt deutlich zu

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Niklas Vögeding (links) und Jörn Hevendehl referierten im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Forstbetriebswirte über Holzpreis-Entwicklungen und Kyrill-Folgen

Balve - Fast 41 000 Euro hat die Forstbetriebsgemeinschaft Balve im vergangenen Jahr in die Instandsetzung der Waldwege investiert. Die Mitglieder haben nun während der Jahreshauptversammlung dem Vorstand genehmigt, weitere 25 000 Euro für zusätzliche Maßnahmen einzusetzen.

Insgesamt 80 Kilometer beträgt die Gesamtlänge der Wege im Zuständigkeitsbereich der Forstbetriebsgemeinschaft mit ihren 132 Mitgliedern, die insgesamt etwa 1100 Hektar Wald besitzen.

Größte Maßnahme war im vergangenen Jahr die Sanierung des alten Leveringhausener Weges mit sogenannten Wasserabweisern. Außerdem wurden viele Kilometer Wegesrand gemulcht, um zu starken Bewuchs zu verhindern.

Nach Gesetzeslage sind Wälder für Jedermann mit einigen Einschränkungen auf eigene Gefahr zugänglich. Dafür sind die Waldbesitzer durch die immer strenger formulierte Verkehrssicherungspflicht in der Verantwortung. Diese war neben den üblichen Regularien ein Thema der Jahreshauptversammlung, die vom Vorsitzenden Hubert Priggel im Schultenhof geleitet wurde.

Im weiteren Verlauf informierte der stellvertretende Forstamtsleiter des Regionalforstamtes Märkisches Sauerland, Jörn Hevendehl, über die Entwicklung der Preise auf dem Rundholzmarkt.

Der Renner sei die Eiche, bestünden doch 90 Prozent aller Holzböden aus dieser Holzart. Entsprechend mache sich dies beim Marktwert bemerkbar, der um zehn Prozent gestiegen sei.

Stabil bis positiv habe sich die Fichte entwickelt, berichtete der Experte. Waldbauer würden damit gute Erträge einfahren. Um zehn Prozent in den Keller seien hingegen die Preise für das Laubindustrieholz/Energieholz gegangen. Grund dafür seien die zuletzt milden Winter, sodass sich die Nachfrage in Grenzen halte.

Anstatt des erkrankten Revierförsters referierte Forstinspektoranwärter Niklas Vögeding über die Entwicklung des Balver Waldes zehn Jahre nach Kyrill. In NRW war dieses Revier seinerzeit am stärksten betroffen. Von damals 750 Hektar zerstörtem Wald seien heute etwa 600 aufgeforstet. Der Rest sei mit Birken bepflanzt worden.

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