Familiäre Atmosphäre

Irish-Folk-Festival rund um die Balver Höhle

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Ein Freundeskreis aus Recklinghausen, Herne, Soest, Hamburg und auch Hemer ist beim Irish-Folk-Festival in der Hönnestadt dabei und verbreitet gute Laune.

Balve - Familiär geht es zu beim Irish-Folk-Festival des Festspielvereins rund um die Balver Höhle. Weniger Zelte und Wohnwagen als in den Vorjahren waren auf den Wiesen gegenüber der alten Vogelstange zu sehen.

Der Fan von Irish Folk und keltischer Musik mag es eher beschaulich. Ein Akkordeon und eine Gitarre reichen aus, den Abend zu gestalten – so wie es manche der Akteure in der Höhle praktizieren und großen Erfolg damit haben, so wird es auch auf dem Campingplatz gemacht. 

Zwar gibt es dafür keinen lautstarken Beifall und keine Lichtshow, dafür ist auf der grünen Wiese die Atmosphäre genauso gut. 

"Besser als Wacken"

Ein Freundeskreis aus Recklinghausen, Herne, Soest, Hamburg und auch Hemer macht es vor, und sorgt mit irischen Liedern sofort für beste Feierabendstimmung. 

„Hier ist es finanziell besser als in Wacken“, erklären sie, warum sie nach Balve gekommen sind. 

Auch wenn die Musikrichtungen hier und dort total unterschiedlich sind, so möchte die lustige Truppe nicht tauschen, denn: „Die Atmosphäre hier ist besonders, die Herzlichkeit und die Friedlichkeit der Menschen ringsum“. Und deshalb sind sie auch schon seit fünf Jahren immer wieder dabei. 

Studenten vor Ort

Für Johanna und Hanna, Studentinnen aus Köln, ist es die erste Festivalteilnahme. Die überzeugten Camperinnen freuen sich über den tollen Service, denn kurz nachdem sie ihr Zelt aufgeschlagen haben, taucht Campwart Alex bei ihnen auf. 

Sonst als Schauspieler im Festspielverein aktiv, hat er sich während des „Irish Folk“ dieser ganz speziellen Aufgabe angenommen. Er kassiert die Zeltgebühr, unterstützt aber auch beim Zeltbau oder bei der Ausgabe von Müllsäcken. 

Zeltordnung muss eingehalten werden 

Und auch die Einhaltung der Zeltordnung ist ganz wichtig. Aus aktuellem Anlass wurde diese um das „absolute Grillverbot“ ergänzt, wobei keine Ausnahmen zugelassen werden. 

Das ist zwar nicht immer für jeden ersichtlich, wie die ersten Diskussionen zeigen, wegen der anhaltenden Trockenheit lassen sich die Verantwortlichen allerdings auf keine Diskussion ein. 

„Ein super Service“

Im Plauderton setzt sich der Campwart deshalb auch hier durch und geht weiter seine Runde. Für jeden hat er ein freundliches Wort und auch das Programm dabei. 

„Ein super Service“, freuen sich Johanna und Hanna, die wegen der irischen Musik angereist sind. Im Internet sind dabei auf Balve gestoßen. 

Das Sommerwetter kommt gut an bei allem auf dem Zeltplatz, aber auch in der Höhle, wo die kühlen Temperaturen ein willkommener Kontrast sind. 

Am Samstag geht das Festivalprogramm in der Höhle ab 16 Uhr mit Dudelsackmusik weiter.

Dort lässt es sich aushalten – spätestens beim ersten Gang nach draußen aber machen sich die getrunkenen oder besser nicht getrunkenen Guinness bemerkbar. 

Unbarmherzig wird der Gast in die Wirklichkeit zurückgeholt, wo die Sonne hoch am Himmel steht und dem Sommer alle Ehre macht. 

Da lässt es der Festivalgast langsamer angehen, ein „Neues“ zu bestellen oder schwenkt gleich auf alkoholfreie Drinks um. 

Auch das schmeckt, denn es kommt nicht darauf an, die Schlagzahl am Zapfhahn in die Höhe zu treiben, sondern die Darbietungen der Akteure zu genießen. 

Festspielchor wieder auf der Bühne 

Diesmal gehörte wieder der Festspielchor mit dazu. Sean Reeves, Urgestein der Folk-Szene, gestaltete die Darbietungen am Freitag mit. 

Im weiteren Verlauf traten „Briste“, „Almost Irish“, und „The Tumbling Paddies“ auf. Der dritte Festivaltag am Samstag begann mit dem Einlass um 15 Uhr. 

Das Programm ab 16 Uhr startete mit der Dudelsackformation „House of Fox“. Danach folgen „Velvet“, „The Kilkenny Knights“, „Rake the Ashes Band“ und „Blackstobe“, Ende ist nach den „The Templebar Altstars“ mit dem gemeinsamen Auftritt aller Bands auf der großen Bühne.

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