„Irish Folk & Celtic Music“-Festival lockt Tausende

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Die deutsche Band Craic trat an allen drei Festival-Tagen in der Balver Höhle auf.

BALVE - „Amazing people, amazing atmosphere“, „a really great place“ – Ausdrücke, die von der Bühne kamen und verdeutlichten, dass nicht nur die vielen Fans des „Irish Folk & Celtic Music“-Festivals in der Balver Höhle ihre helle Freude an dem dreitägigen Event hatten.

Die Musiker aus Deutschland und Irland genossen den Auftritt in dem Felsendom gleichermaßen – eine Win-Win-Situation, die sich selbstverständlich auf die Stimmung auswirkt.

Bereits der Eröffnungstag mit den Bands Craic und Harmony Glen war gut besucht, die Stimmung ließ erahnen, dass der Freitag und der Samstag wieder ein Knüller würden. Und so kam es dann auch. Am Freitag vermeldete der Veranstalter, die Festspiele Balver Höhle, vierstellige Besucherzahlen, am Samstag kamen noch einige mehr.

Der Samstag bot ein abwechslunsgreiches Programm. The Band of Moonlight Love und der Höhepunkt des Abends, der Gig von Blackthorn, hätten kaum unterschiedlicher ausfallen können. Während die „Moonlight Lover“ über weite Strecken eher ruhigere Töne anschlugen und fast zurückhaltend wirkten, ließen es Blackthorn aus Belfast vom Start weg krachen – obwohl dem Ensemble eigentlich gar nicht nach Feiern zu Mute war. Vor wenigen Wochen war der Drummer der Band verstorben – ein Schock für die Musiker aus der Hauptstadt Nordirlands. Mit einer Schweigeminute wurde dem Drummer gedacht. Und dann schienen sich Blackthorn die Trauer von der Seele spielen zu wollen. Vollgas von der ersten Minute an, die Höhle tobte.

Irish Folk & Celtic Music in der Balver Höhle

Die Gäste aus Belfast suchten stets den Kontakt zum Publikum und verhalfen dem Folk-Fan „Brigit“ zu einem Gastauftritt auf der Bühne. Die Frau aus dem Publikum hatte sich einen Titel gewünscht, den sie dann kurzerhand mit den ebenso erstklassigen wie sympathischen Musikern zusammen erklingen ließ – Szenenapplaus.

Die Stimmung stürmte ihrem Höhepunkt entgegen. Selbst das Thekenpersonal hielt es nicht mehr hinter den Zapfhähnen. Sie erklommen den Thresen und legten eine blitzsaubere Folk-Performance auf das „Parkett“. Irish Folk steckt halt an, mit den üblichen Nebenwirkungen, die Musiker und Publikum so sehr lieben.

„We want more“ forderten die Fans lauthals als sich Blackthorn eigentlich schon verabschiedet hatten. Sie kehrten an die Mikros zurück, gaben noch ein paar wunderbare Zugaben zum Besten, ehe die 12. Auflage des Festivals mit einem Auftrag ausklang: Auf ein Wiedersehen 2014.

Von Markus Jentzsch

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