Irish Folk & Celtic Music in Balve

Teenager spielen sich in Herzen der Festival-Besucher

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Die Teenager der irischen Nachwuchsband Cúig spielten sich in die Herzen der Festivalbesucher.

Balve - Drei Festivaltage, ein Dutzend Bands und ein Programm, das kontrastreicher nicht hätte sein können. Das 13. Irish Folk & Celtic Music-Festival lockte von Donnerstag bis Samstag die Freunde des unverwechselbaren Musikstils zu vielen Hunderten in die Balver Höhle – an jedem Tag.

Von Markus Jentzsch

„Für jeden Geschmack ist etwas dabei“ – dieser weit verbreitete Werbeslogan war beim Festival Programm. Am Donnerstag, dem Warm-Up-Day, rockte die Show-Band The Cobblestones den Felsendom. In dreckigen Bergarbeiter-Montur, die Gesichter von harter Arbeit gezeichnet, betraten die Cobblestones die Bühne und gaben vom ersten Song an Vollgas – zur Freude der stimmungshungrigen Meute. Zuvor hatte Folk‘s Sake feine irische Unterhaltung geboten, die „Stones“ forcierten die Gangart dann und heizten die Atmosphäre mächtig an.

Der Freitag gehörte eindeutig den Traditionalisten. Feine handgemachte irische Musik bekamen die Fans am zweiten Festivaltag zu hören. In den Umbauphasen betraten die 1st Sauerland Pipes and Drums die Natur-Bühne und reizten die unvergleichliche Akustik der größten Kulturhöhle Europas aus. In die Herzen der Höhlen-Gäste spielte sich zweifelsohne die Band Cúig, die wohl jüngste Traditional-Band Irlands, die mit ihrer ebenso unbekümmerten wie frischen Art für Begeisterungsstürme sorgte. „We want more“ skandierte das Publikum am Freitagabend, wollte die Teenager einfach nicht aus dem Rampenlicht lassen. Reel It In und The Jeramiahs würzten einen wunderbaren Folk-Abend mit dem gewissen Etwas und machten dem Festival-Titel alle Ehre.

Kontrastreiche 13. Auflage des Irish Folk-Festivals in der Balver Höhle

Die dritte irische Band am Samstag, All Folk‘d Up machten dort weiter, wo die Cobblestones am Donnerstag aufgehört hatten – „It‘s Party-Time“ lautete das Motto und ließ den Besuchern kaum eine Verschnaufpause. Als sie dann auch noch „With or Without you“ von U2 anstimmten, wagten sie sich auf dünnes Eis, schließlich zählt das Ensemble rund um Bono Vox zu den vielen Heiligtümern auf der Insel. Sie wurden belohnt, trafen den Nerv des Höhlenvolkes und setzten damit ein unvergessliches Ausrufezeichen.

Lesen Sie hier unseren Bericht vom Freitag

Après-Ski-Parties sind bekannt für ihre außerordentliche Atmosphäre. Auf diesen Zug sprangen die Gäste aus den Niederlanden auf, die sich den Namen Woodworks gegeben haben. Im Stile von Waldarbeitern forstete das Trio alle Genres ab, münzte aktuelle Charthits auf den irisch-typischen Pub-Sound um. Noch eine Nummer härter trieben es zum Abschluss An Cat Dubh aus Hamburg, die die Bühne auf eine Belastungsprobe stellten. Mit einer sogenannten Session, an der alle Bands des Samstags teilnahmen, klang das 13. Festival dann aus – herrlich stimmungsvolle Momente, die auch Séan Reeves gehörten. Der sympathische Moderator, der dem Fest seit Jahren ein Gesicht gibt, konnte es nicht lassen: Trotz ramponierter Stimme zauberte er den Menschen weit nach Mitternacht mit einigen Traditionals ein Lächeln in ihre Gesichter. „We want more – next year“ – das 13. Festival machte bereits Vorfreude auf 2015.

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