Internisten wollen in Balve bleiben

Dr. Christoph Hautkappe (Mitte) und Dr. Jürgen Schmitz (r.) – hier bei einer Krankenhausbegehung der CDU – wollen die internistische Praxis in Balve auch in Zukunft weiter betreiben

BALVE ▪ „Wir wollen die Praxis auf jeden Fall mit drei Internisten weiterbetreiben“, betont Dr. Christoph Hautkappe. Im Gespräch mit unserer Zeitung bezieht der Internist Stellung bezüglich der Zukunft der internistischen Facharztpraxis, die baulich mit dem St. Marien-Hospital verbunden ist.

Wie berichtet entscheidet die Gesellschafterversammlung am Freitag über die Zukunft des Balver Krankenhauses – und voraussichtlich werden sich die Teilnehmer für die Schließung der Einrichtung aussprechen. Bisher waren Dr. Christoph Hautkappe, Dr. Jürgen Schmitz und Daryush Nazarpour Bouini Belegärzte der Abteilung für Innere Medizin des Hauses. Doch auch wenn die Internisten nach der Krankenhausschließung keine Patienten mehr stationär betreuen können – als niedergelassene Fachärzte stehen sie den Balvern nach wie vor zur Verfügung, verspricht Dr. Hautkappe und erklärt: „Viele Patienten haben uns gefragt was demnächst passiert. Die Verunsicherung ist groß. Aber unsere Entscheidung steht fest.“

Allerdings räumt der Mediziner ein, dass einige Hürden genommen werden müssen, damit es für die Patienten möglichst reibungslos weiterläuft. „Wir sind natürlich auf diagnostische Möglichkeiten angewiesen, wie sie uns im Krankenhaus zur Verfügung stehen“, beschreibt Dr. Hautkappe – und verweist auf Röntgen-, Endoskopie- und Ultraschalldiagnostik. Bisher sei diesbezüglich nur ein „lockeres Vorgespräch“ mit den Verantwortlichen des Krankenhauses geführt worden. „Ich denke aber, dass man uns einiges ermöglichen wird“, fasst der Internist das Gesprächsergebnis zusammen. Doch erst wenn die Schließung des Krankenhauses beschlossene Sache sei, könnten konkrete Absprachen getroffen werden. „Momentan müssen wir zwar von diesem Fall ausgehen, aber wir wollen die Hoffnung nicht vorzeitig aufgeben“, stellt Dr. Hautkappe fest – und verweist auf „ein Eisen, das immer noch im Feuer ist“.

Von Carla Witt

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