Interessanter Moschee-Einblick

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Özkan Güler, der Vorsitzende des Ditib-Vereins in der Hönnestadt, und Imam Hidayec Avci dankten Guido Grote, dem Vorsitzenden des CDU-Stadtverbands, für den Besuch. Die Ditib-Gemeinde wünscht sich mehr Kontakt zu Balver Vereinen und Institutionen.

Balve -  Vor Ort informierte sich am Dienstag die CDU Balve in den Räumen der Türkisch-Islamischen Gemeinde zu Balve (Ditib) über Migration, Integration und das Leben der Gemeinde. Deutschlandweit gibt es 904 DITIB-Vereine, wie Özkan Güler, Vorsitzender des Vereins in der Hönnestadt, erläuterte. 101 Mitglieder, davon 36 Frauen und 13 Jugendliche, leben in Balve.

Von Julius Kolossa

Gegründet wurde der Verein am 10. März 1997 an der Hauptstraße 32 auf Initiative der türkischen Mitbürger, die seit den 1960-er Jahren in Balve wohnen. Schon bald zeichnete sich ab, dass aus Platzgründen ein Umzug erforderlich sein würde. Vor drei Jahren kaufte die Gemeinde das Haus an der Hönnetalstraße 16. Nach und nach wird es zum Gemeindehaus umgebaut. Neu gestaltet werden demnächst das Treppenhaus und der Gebetsraum.

Seit Oktober 2010 ist Imam Hidayec Avci das geistliche Oberhaupt der Gemeinde, die sich neben der Förderung der Religion auch um Erziehung, Bildung, Jugendfürsorge, Kultur und Integration bemüht. In diesem Jahr sollen Orientierungskurse für Migrantinnen stattfinden. 20 hätten bereits Interesse bekundet, doch es fehle an regelmäßigen Spenden. Aus diesem Grund müsse jede Teilnehmerin einen Kostenbeitrag zahlen. So werde es auch beim Projekt: „Migrantenkinder brauchen Nachhilfe“, sein, das sich an Erst- bis Sechstklässler richtet. Gefördert werden solle in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik.

„Ihre Gemeinde ist ein fester Bestandteil unseres gesellschaftlichen Lebens“, bedankte sich Guido Grote, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes, für die Einladung. Auf vielen Festen sei der Verein vertreten. Jährlich veranstaltet er ein eigenes Fest, diesmal am 15. und 16. Juni.

Interessant war für die 20 Teilnehmer der CDU-Veranstaltung der Einblick in eine Moschee. Ebenso interessant wird wohl für die Mitglieder der Ditib-Gemeinde der für den 12. April geplante Besuch in der St. Blasius-Kirche. Das Altenheim soll am 11. Mai besichtigt werden. Özkan Güler: „Wir würden uns über mehr Einladungen von Balver Vereinen freuen.“ Enttäuscht war er über die Resonanz auf das geplante Integrationsturnier im Dezember: „Nur die katholische und evangelische Kirchengemeinden haben schriftlich abgesagt. Von den anderen eingeladenen Vereinen kam keine Antwort.“ Guido Grote versprach, sich für einen besseren Austausch einzusetzen.

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