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Hönnetalbahn: Ab Montag sollen die Züge wieder fahren

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Von: Julius Kolossa

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Hönnetalbahn und der Bahnhof Binolen
Auch in Binolen halten ab Montag wieder die Züge der Hönnetalbahn. © Kolossa, Julius

Vom Bus zurück auf die Schiene: Nach drei Wochen endet Anfang kommender Woche der Schienenersatzverkehr auf der Strecke der Hönnetalbahn. Damit werden die Baumaßnahmen auf dem Abschnitt zwischen Neuenrade und Menden planmäßig abgeschlossen.

Balve - Die Zeit des Schienenersatzverkehrs auf der Strecke der Hönnetalbahn zwischen den Haltepunkten Neuenrade und Menden endet planmäßig Anfang kommender Woche. Dirk Pohlmann, Sprecher der Deutschen Bahn, sagte auf Nachfrage der Redaktion: „Wir gehen davon aus, dass wir zur Betriebsaufnahme am Montag, 12. Dezember, ab 4.45 Uhr wieder fahren können.“

3,5 Kilometer Schienen und 3000 Tonnen Schotter erneuert

In dieser Woche fanden die letzten Bauarbeiten statt. Zwischen Menden und Lendringsen wurden seit Ende November insgesamt 3,5 Kilometer Schienen und 3000 Tonnen Schotter erneuert. Außerdem tauschte die Bahn 550 Schwellen aus. Insgesamt wurden 1,8 Millionen Euro in diese Instandhaltungsmaßnahme investiert.

Die Erneuerung von Schienen, Schotter und Schwellen zwischen Neuenrade und Balve fand bereits vor einigen Jahren statt, so dass diese Arbeiten dort nicht mehr vorgenommen werden müssen. Ab der nächsten Woche kann man dann wieder von fahrplanmäßigen Halts der Hönnetalbahn auf diesem Streckenabschnitt ausgehen.

Schäden durch Dachsbauten: Kein Zug zwischen Unna und Fröndenberg

Völlig anders sieht das auf dem Abschnitt zwischen Unna und Fröndenberg aus. Hier wird bis mindestens Ende 2023 kein Zug fahren, weil der Bahndamm durch Dachsbauten beschädigt ist (wir berichteten). Laut Bahn haben die Schäden ein bisher einmaliges Ausmaß in NRW. Bereits seit Ende Juli müssen die Fahrgäste zwischen Unna und Fröndenberg auf den Schienenersatzverkehr mit Bussen umsteigen und nun also noch mindestens zwölf weitere Monate deutlich mehr Fahrtzeit einplanen.

Die Tiere aus dem Damm zu bekommen, dürfte alles andere als einfach werden, denn gefunden wurde ein riesiger Dachsbau mit fast 40 Ein- beziehungsweise Ausgängen. Momentan halten die Tiere ohnehin Winterschlaf, so dass derzeit nichts getan werden kann. Ob die Tiere dann ab Frühjahr beispielsweise vergrämt oder gejagt werden sollen, ist bislang noch völlig offen. Anschließend die vielen Hohlräume zu verfüllen sowie die Ein- und Ausgänge zu versperren, dürfte die Bahn mindestens sechs Millionen Euro kosten.

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