Erste Bergmesse in Balve

Pastor Stefan Siebert nahm in seiner Predigt Bezug auf die ungewöhnliche Umgebung für einen Gottesdienst.

BALVE ▪ Aufgemacht, und altbekannte Wege verlassen – dies traf am Sonntag auf 400 Gläubige zu, die am ersten Hochamt auf einem Balver Berg teilnahmen. Die aufgestellten Bänke reichten nicht aus. Am Kreuz auf den Hangwiesen zelebrierte Pastor Stefan Siebert mit den Diakonen Josef Hültenschmidt und Wilhelm Grothe die Messfeier. „Schöpfen Sie hieraus neue Kraft“, wünschte der Pastor. Von Julius Kolossa

In der Bibel gäbe es zahlreiche Textpassagen, in denen auf einem Berg die Nähe Gottes erfahrbar und spürbar werde. Dies träfe auch auf die Stelle am Kreuz an der Straße In der Amecke – mit Blick auf das Schulzentrum – zu. Aufgestellt wurde es von Gerd und Resi Gruschka als Dank für überstandene Bergtouren.

Pastor Siebert predigte weiter: „Das Kreuz in der Natur erinnert uns daran, dass Gott uns das Leben geschenkt und die Schöpfung anvertraut hat.“ Erst durch Ostern sei das Leben sinnvoll geworden, meinte der Geistliche: „Wir haben aber noch nicht das Ziel erreicht, wofür wir Christen berufen sind: die ewige Heimat bei Gott.“

In dieser außergewöhnlichen Messfeier, musikalisch mitgestaltet von den Hüttenmusikanten, erinnerte der Pastor daran, dass die „Bergtour durch das Leben“ nur mit der Eucharistie und damit der engen Verbindung mit Jesus durchgestanden werden könne. Siebert brachte deshalb sein Empfinden zum Ausdruck: „Ohne ihn fehlt uns eine wichtige Energiequelle, ohne ihn ist unser Leben arm.“

Die Idee zu dieser Bergmesse wurde innerhalb von einer Woche verwirklicht, ermöglicht wurde sie von der Familie Jedowski, die ihre Wiese zur Verfügung stellte.

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