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Inhaber bekannt als „Schnitzelkönig“: Beliebtes Lokal im MK schließt

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Von: Julius Kolossa

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Der Gasthof König-Fabry in Beckum öffnet am Sonntag vorerst zum letzten Mal.
Der Gasthof König-Fabry in Beckum öffnet am Sonntag vorerst zum letzten Mal. © Kolossa, Julius

Ein beliebtes Lokal im MK schließt Ende Mai. Dessen Inhaber ist vielen auch als „Schnitzelkönig“ bekannt. Das sind die Gründe und so geht es weiter.

Beckum – Der „Schnitzelkönig“ macht Schluss in Beckum. „Offiziell drehe ich am 29. Mai zum letzten Mal den Schlüssel um“, sagt Thomas König, Inhaber des Gasthofs König-Fabry. „Aus persönlichen Gründen fiel die Entscheidung.“ Die fast 100 Jahre währende Gastronomiegeschichte von König-Fabry endet damit in diesem Monat.

Für Thomas König bedeutet die Schließung des Gasthofs zugleich eine Lebensentscheidung, denn der 44-jährige gelernte Koch wird beruflich kürzertreten. „Nach meiner Ausbildung zum Koch im Hotel zur Post in Eisborn, habe ich mich 2007 entschlossen, die Nachfolge von meinen Eltern Martin und Irmgard im Familienbetrieb anzutreten“, blickt er im Gespräch mit der Redaktion auf seine gastronomischen Anfänge zurück.

Seitdem steht König an der Theke und zugleich in der Küche seinen Mann. „Wichtig ist mir immer Verschwiegenheit gewesen“, konnten sich seine Gäste darauf verlassen, dass sie sich bei ihm unbeschwert austauschen konnten. „Denn die Gäste sollen zufrieden sein, und auch das Personal soll zufrieden sein.“

Wenn auch der letzte Gast gegangen ist, wird Inhaber Thomas König die Tür abschließen.
Wenn auch der letzte Gast gegangen ist, wird Inhaber Thomas König die Tür abschließen. © Kolossa, Julius

Dies ist Thomas König offensichtlich gelungen, denn seine 13 Mitarbeiter hielten ihm bis zuletzt die Treue, und auch der Zuspruch der Gäste weit über die Grenzen von Beckum hinaus war groß.

Während des Corona-Lockdowns wurde ein Außer-Haus-Service angeboten. Seitdem die Regeln und Schutzmaßnahmen gelockert wurden, sind die Tische im Innenbereich, aber auch im Biergarten wieder voll. „Ich nehme viele nette Begegnungen und schöne Stunden mit, aber auch die Erkenntnis, dass Gastronomie viel Arbeit“ ist, sagt Thomas Fabry.

Das Familienleben mit Frau und Kindern musste oft hinten anstehen; nur Zeit für Urlaub nahm sich der Gastronom. Dies soll sich ab Juni ändern, wenn der Gasthof geschlossen bleibt und König nur noch Catering anbietet. „Dafür brauche ich meine Küche und auch meine Stellfläche“, sagt König, wie es mit der Immobilie weitergehen wird. „Deshalb bleiben die Räumlichkeiten auch so erhalten, wie sie gerade sind.“

Erinnerungsstücke werden am letzten Öffnungstag nicht ausgegeben, denn der Chef hat noch etwas vor: „Ich lasse mir eine Tür für ein Comeback offen.“ Dieses sei durchaus möglich. Denn der „Schnitzelkönig“ verspricht allen Kunden: „Irgendwann sehen wir uns wieder.“

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