Priesterweihe im Dezember in Paderborn

Wilhelm Grote wird im Dezember in Paderborn zum Priester geweiht.

BECKUM ▪ Wenn Wilhelm Grothe am 1. Dezember seinen Arbeitgeber wechselt, dann wechselt er auch seine Arbeitskleidung: Nach fast 46 Jahren als Industriekaufmann bei der Firma Lohmann wird der 60-Jährige nun Priester.

Die Priesterweihe von Weihbischof Hubert Berenbrinker empfängt er am Samstag, 15. Dezember, um 14 Uhr im Leokonvikt in Paderborn.

„Bisher habe ich bei Messfeiern assistiert. Nach der Priesterweihe darf ich selber die Messe feiern – das ist ein schönes Gefühl“, berichtete Grothe am Mittwoch im Beckumer Kindergarten vor der Sitzung des Arbeitskreises, der sich mit der Durchführung seiner Primizfeier am Sonntag, 16. Dezember, um 14 Uhr in der Schützenhalle Beckum beschäftigt.

Teilnehmen werden Fahnenabordnungen des Musikvereins Beckum und des MGV „Cäcilia“ Volkringhausen. Auch die Mädchen und Jungen des Kindergartens sind bei der Messe dabei. Sie gestalten eine Stola, die Wilhelm Grothe überreicht wird.

Nach der Priesterfeier wird Grothe als Vikar im Pastoralverbund Balve-Hönnetal seelsorgerisch im Team mit Pfarrer Andreas Schulte und den Pastoren Stefan Siebert und Jürgen Bischoff tätig sein.

Grothes Entschluss, ein Fernstudium an der Domschule Würzburg aufzunehmen, fiel vor vier Jahren. Damals war er schon sieben Jahre lang als ständiger Diakon tätig. „Der Wunsch, Priester zu werden, ist nach und nach in mir gewachsen.“ Seine Arbeitskollegen reagierten erst betroffen über seine Entscheidung, dann machten sie ihm Mut.

„Öffentlich habe ich mein Studium aber nicht gemacht, um mich nicht unter Zugzwang zu setzen“, so Grothe, dessen Entschluss erst nach seinem bestandenen Abschluss in den Kirchen des Pastoralverbundes verkündet wurde.

Für den Witwer, und Vater zweier Kinder, beginnt ein neuer Lebensabschnitt, für dessen Start er anlässlich seiner Primizfeier alle Geistlichen des Pastoralverbundes, sowie Pastor Werner Spancken, Uwe Kolkmann und Sven Hofmann eingeladen hat. Seine Pläne für die Zukunft beschreibt Grothe so: „Erst einmal als Vikar ankommen.“ - Julius Kolossa

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