Industriedenkmal soll bekannter werden

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Hubertus Mühling, Gerburgis Fabry-Friedrich und Thomas Wehr berichteten über die aktuellen Besucherzahlen der Luisenhütte.

WOCKLUM -  3 800 Besucher wurden im vergangenen Jahr in der Luisenhütte gezählt, „diese Zahlen sind der Anlage nicht angemessen“, befand Hubertus Mühling, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins Luisenhütte, während der Mitgliederversammlung am Mittwoch. Der meiste Besucheransturm war 2006 nach der Neueröffnung (13 137 Besucher), danach kamen 5 700 Leute (2007), 7 700 Besucher waren es 2008 und 5 000 im Jahr 2009.

Genügend Potential sei vorhanden, um für die Hütte zu werben, doch sei es schwierig, die Leute für einen Besuch zu begeistern. Mühling: „Uns fehlt die Laufkundschaft wie im Ruhrgebiet.“ Trotz aller Bemühungen sei der Bekanntheitsgrad über das Industriedenkmal in Wocklum auch in der Umgebung wie Richtung Sorpesee sehr gering. Anregungen seitens der Versammlungsteilnehmer waren Werbung in den umliegenden Städten, der Bahn und bei Busunternehmen sowie eine bessere Anbindung an den Radweg. Mühling: „Wir müssen unsere Luisenhütte stärker ins Bewusstsein positionieren.“

Eine Attraktivitätssteigerung soll auch eine Umgestaltung des Spielplatzes zum Erlebnisspielplatz bringen; finanziert wird diese durch die Teilnahme an „Wasser-Eisen-Land“. „Bisher profitieren wir allerdings noch nicht davon in Form von steigenden Besucherzahlen.“ Sechs Führungen werden in diesem Jahr angeboten.

Erfolg verspricht sich der Vorstand von einem Bundesfreiwilligendienstler, der Werbemaßnahmen im Rathaus erstellen soll. Gerburgis Fabry-Friedrich, Geschäftsführerin: „Der Antrag der Stadt auf Anerkennung einer solchen Stelle läuft.“

Etwa 60 Mitglieder gehören zum Förderverein, nach 2008 hielt auch im vergangenen Jahr die Austrittswelle mit zehn Leuten an. Auch über die Mitgliederwerbung wird zu beraten sein. Die Position des Vorsitzenden übernimmt nach dem Tod von Dieter Graf Landsberg-Velen sein Sohn Jakob Graf Landsberg-Velen. Darauf einigten sich die Mitglieder einstimmig. Kraft ihres Amtes sind laut Satzung Landrat Thomas Gemke und Bürgermeister Hubertus Mühling die stellvertretenden Vorsitzenden. Wieder gewählt wurde Gerburgis Fabry-Friedrich als Geschäftsführerin sowie Kassierer Thomas Wehr und die Beisitzer Werner Ahrens und Reinhard Hertin. Als Gastreferent stellte Olaf Schmidt-Rutsch die Geschichte des Industriemuseums „Heinrichshütte“ in Hattingen vor. - jk

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