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Noch bis Ende Oktober ist Apfel-Zeit

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Von: Julius Kolossa

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Klaus Schulte steht an der Saftpresse.
Klaus Schulte steht an der Saftpresse. © Kolossa, Julius

Alle Hände voll zu tun hatten am Dienstagvormittag die Drittklässler der Beckumer Grundschule. Sie halfen mit, bei der Apfelpresse in der Horst bei Eisborn aus Äpfeln Saft zu machen.

„Dies ist ein weiterer Teil unseres Apfel-Projekts“, sagte Ortsvorsteher Georg Wortmann (CDU). Zusammen mit Heiner Lürbke hatte er das Projekt „Vom Nutzen der Streuobstwiesen“ entwickelt, damit jüngst auch den Klimaschutzpreis der Stadt Balve gewonnen.

Vor zwei Wochen fand die Apfelernte auf einer von den beiden Beckumern genutzten Wiese statt. „500 Kilogramm kamen dabei zusammen“, so Wortmann. Daraus sollte, das war schnell klar, Apfelsaft gemacht werden, und zwar in der Apfelpresse auf dem Hof Schulte-Horst. Mit Klassenlehrerin Silke Horstmann und Müttern als weiteren Helferinnen sowie Wortmann und Lürbke ging es an die Arbeit. Die Mädchen und Jungen füllten den frisch gepressten Saft immer in Fünf-Liter-Beutel ab.

600 Milliliter Saft auf einem Kilogramm Äpfel

„Aus einem Kilogramm Äpfel werden im Schnitt 600 Milliliter Apfelsaft“, erklärte Klaus Schulte, der die mobile Apfelpresse seit 2006 mit betreibt. Auf seinem Hof bietet er nach Terminabsprache an, die Mindestmenge von 50 Kilogramm zu verarbeiten, während diese Apfelpresse sonst an verschiedenen Standorten im Sauerland im Einsatz ist. „Die Apfelernte hat in diesem Jahr bereits Mitte August und damit drei Wochen früher begonnen“, erzählte er beim Abfüllen. „Denn die Blüte an den Bäumen war sehr gut, so dass es eine reiche Ernte gibt.“ Noch bis Mitte Oktober sei Apfel-Zeit.

Die Grundschüler aus Beckum halfen am Dienstag auf dem Hof Schulte-Horst tatkräftig mit, aus Äpfeln Saft zu pressen.
Die Grundschüler aus Beckum halfen am Dienstag auf dem Hof Schulte-Horst tatkräftig mit, aus Äpfeln Saft zu pressen. © Kolossa, Julius

Schulte gab einen Überblick über das, was im vergangenen Jahr insgesamt verarbeitet wurde: „Es waren um die 300 Tonnen.“ Diese Zahl dürfte 2022 wohl überschritten werden, denn auch am Dienstag konnte sich Schulte vor Arbeit wieder kaum retten: Äpfel waren in Kartons, Körben oder gleich auf kompletten Anhängern angeliefert worden von Apfelsammlern aus dem Märkischen Kreis und auch dem Hochsauerlandkreis.

Auch der Trester wird noch genutzt

Der beim Pressvorgang übrig bleibende Apfelrest, der sogenannte Trester, wird für die Fütterung von Wildtieren, als Winterfutter oder als Kompost an Landwirte abgegeben. Auch die Entstehung des Tresters zu verfolgen war spannend für die Grundschüler. Schließlich bekam jedes Kind einen Fünf-Liter-Behälter mit Apfelsaft geschenkt. Die restlichen 30 Kartons stehen zum Verkauf zum Preis von 10 Euro je Behälter bei Georg Wortmann (Tel. 0151/12481339) bereit. „Der Erlös aus dem Verkauf ist zur Finanzierung des gesamten Apfel-Projekts bestimmt“, betonte der Ortsvorsteher. Dessen Bestandteil ist auch eine Baumpflanzaktion, die ebenfalls noch in diesem Jahr stattfinden soll.

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