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Holzhütte für Jugendliche soll Vandalismus-Problem lösen

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Von: Julius Kolossa

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Es geht voran mit dem Aufbau der neuen Holzhütte am Krumpaul: Statt auf Schulhöfen, Bahnhöfen oder am Schiebergkreuz sollen sich künftig hier verstärkt die Jugendlichen treffen. Das hoffen zumindest Verwaltung, Politik und Sozialarbeiter.
Es geht voran mit dem Aufbau der neuen Holzhütte am Krumpaul: Statt auf Schulhöfen, Bahnhöfen oder am Schiebergkreuz sollen sich künftig hier verstärkt die Jugendlichen treffen. Das hoffen zumindest Verwaltung, Politik und Sozialarbeiter. © Kolossa, Julius

„Die Jugendlichen in Balve wollten eine Holzhütte als Treffpunkt – die Jugendlichen in Balve bekommen eine Holzhütte als Treffpunkt.“ Michael Bathe, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, stellte am Dienstag am Krumpaul die neueste im Bau befindliche „städtische Immobilie“ vor.

„Bei Gesprächen mit Realschülern nahm Bürgermeister Hubertus Mühling die Anregung mit, einen Treffpunkt an dieser Stelle zu organisieren“, erinnerte Bathe.

Für den Aufbau der Hütte hatten der Leiter des Balver Jugendzentrums, Christian Wulf, und Nils Haarmann, Sozialarbeiter, interessierte Balver Jugendliche zu einer Bauaktion eingeladen. Die Fortschritte waren am zweiten Tag bereits deutlich zu erkennen. „Hierbei können wir auf das Fachwissen von Zimmermann Vinzenz Schulte zurückgreifen“, sagte Bathe. Der Experte stand mit Rat und Tat zur Seite, sodass die jungen Helfer schnell Erfolgserlebnisse hatten.

Immer wieder Beschwerden über Lärm und Vermüllung

„Wenn die Jugendlichen mithelfen, wissen sie auch wertzuschätzen, was sie aufbauen“, setzen Haarmann und Wulf darauf, dass dieser Treffpunkt von Vandalismus verschont bleibt. Denn bisher ist es so, dass sich Jugendliche auf den Schulhöfen im Stadtgebiet sowie an den Bahnhöfen und auch am Schiebergkreuz treffen. „Immer wieder gibt es Beschwerden über Lärm und Vermüllung“, so Bathe.

Mit dem „Treffpunkt am Krumpaul“ soll den Jugendlichen ein neues Angebot gemacht werden. Ob dieses angenommen wird, werden die nächsten Wochen und Monate zeigen. Zumindest Sozialarbeiter Nils Haarmann äußerte sich am Dienstag zuversichtlich: „Diese Hütte ist überdacht, drinnen werden drei Sitzbänke angebracht.“ Dabei ist auch der Bauhof mit im Boot. Die Mitarbeiter ebnen den Boden und sorgen für die Fundamente. Auch freien Internetzugriff über ein W-Lan-Netzwerk sollen die Jugendlichen in und rund um die Hütte bekommen.

Stadt investiert gut 6.000 Euro

Voraussichtlich Mitte Juni sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein. Die Stadt Balve lässt sich diese Anschaffung, so Bathe, mehr als 6000 Euro kosten. Ein Graffiti-Künstler soll in Absprache mit den Jugendlichen für ein ansprechendes äußeres Erscheinungsbild der Holzhütte sorgen.

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