Uneingeschränktes Vertrauen in neuen Jagdpächter

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Die Jagdgenossenschaft Langenholtausen-Kesberg (von links) mit dem Pächter Josef Schulte (Revier II), Pächter Eberhard Vielhaber (Revier I), dem Jagdvorsteher Dietmar Wiemann und dem neuen Pächter des Reviers III, Jörg Brandstrop.

Langenholthausen -  Die Jagdgenossenschaft Langenholthausen-Kesberg hat das Kapitel um Peter Kaup am Donnerstag beendet. Während der Mitgliederversammlung wurde einstimmig dem vom Vorstand mit dem Pächter vom Revier III ausgearbeiteten Aufhebungsvertrag zugestimmt.

Gesundheitliche Gründe von Peter Kaup wurden vom Jagdvorsteher Dietmar Wiemann angeführt; die Jagdgenossen wussten aber auch um den schlechten Zustand des Reviers, in dem zuletzt zu wenig gejagt worden sei. Entsprechend seien die Wildschäden um die 10 000 Euro angestiegen.

„Wir wollen dem neuen Pächter ab dem 1. Februar die Chance geben, im Revier richtig aufzuräumen“, sagte Michael Grote, Geschäftsführer der Jagdgenossenschaft, die mit den langjährigen Pächtern ihrer beiden anderen Reviere – Eberhard Vielhaber aus Stockum und Josef Schulte aus Herdringen – zufrieden sind. Das Revier III wird jetzt an Jörg Brandstrop verpachtet.

Dem 48-jährigen Mendener wurde uneingeschränkt das Vertrauen ausgesprochen. „Ich setze auf gute Zusammenarbeit und darauf, das Revier dauerhaft zu pachten“, stellte er im Gespräch mit unserer Zeitung seine Ziele dar.

Erste Einblicke in das 268 Hektar große Gebiet bekam er im Sommer und Herbst des vergangenen Jahres. „Die Wildschäden waren extrem“, so sein erster Eindruck. „Es gab viele Löcher und zerstörte Weizenfelder und Wiesen.“ Brandstrop ergänzte: „Das war extremer als das, was ich bei der Übernahme vom Revier II in Balve erlebt habe.“

Dem Wild setze er erhöhten Jagddruck entgegen mit ausgewählten und erfahrenen Jägern an seiner Seite. Dabei bleibe er mit zwölf fahrbaren Kanzeln mobil – etwa 20 feste Kanzeln würden so in Balve und 35 in Langenholthausen ersetzt.

In seinem neuen Revier gehe er von einem Bestand um die 180 Wildschweine aus: „Auf Dauer sollen sich hier 50 bis 100 Schweine hier aufhalten, von denen jährlich 20 bis 30 gejagt werden.“

Ein Wald ohne Wildschweine sei aber – bei allem Ärger und der Angst vor der afrikanischen Schweinepest – für ihn nicht vorstellbar, denn: „Das sind heimische Tiere. Sie sind unser Wild, genau wie der Hase.“ Jörg Brandstrop setze auf Offenheit mit den Verpächtern, suche das Gespräch mit ihnen und lade sie zum Wildschweingrillen an der Jagdhütte ein.

Er regte sogar einen Schnadegang entlang der Reviergrenzen an. Zur Jagdgenossenschaft Langenholthausen-Kesberg gehören etwa 1000 Hektar Fläche, die in drei Reviere unterteilt ist.

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