Gas tritt aus Tonschichten aus

Hohe Radonwerte: Stadt im MK ruft zur Teilnahme an Messungen auf

Nach umfangreichen Messungen wurde in Teilen von Balve eine erhöhte Radonkonzentration festgestellt.
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Nach umfangreichen Messungen wurde in Teilen von Balve eine erhöhte Radonkonzentration festgestellt.

Die Stadt Balve gehört mit Arnsberg und Sundern zu den drei Städten in NRW, in denen die höchsten Radonmesswerte registriert wurden.

Weil das Edelgas krebserregend ist, wenn die Radonkonzentration über einen längeren Zeitraum zu hoch ist, bittet die Stadt die Balver jetzt noch einmal, die Möglichkeit der kostenfreien Messung in ihrem Haushalt zu nutzen und sich auch an den Infoservice zu wenden.

„Gerade im Bereich der Ortsteile Mellen und Langenholthausen sind diese Messungen wünschenswert, um genauere und qualifiziertere Messdaten zu bekommen“, sagt Bürgermeister Hubertus Mühling (CDU). Denn hier ist die Wahrscheinlichkeit am größten, dass Radon aus den dort vorhandenen Tonschichten im Boden austritt und sich in Wohnräumen sammelt (wir berichteten).

Zerfallsprodukt kommt überall in der Umwelt vor

Radon kommt als Zerfallsprodukt von Uran überall in der Umwelt vor, in unterschiedlicher Konzentration auch in bestimmten Gesteinsschichten in der Region. Balve ist davon neben Sundern und Arnsberg nun besonders betroffen, wie das Ministerium für Gesundheit NRW aus Anlass eines aktuellen Messprogramms in der vergangenen Woche mitgeteilt hat.

Wird der Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter Luft in Räumen regelmäßig überschritten, sollten Gegenmaßnahmen wie zum Beispiel das Abdichten von Fugen im Keller getroffen werden. Online unter www.radon.nrw.de/messprogramme besteht die Möglichkeit, sich Messgeräte schicken zu lassen. Fragen werden beantwortet per E-Mail an radon@lia.nrw.de oder unter Tel. 0211/31 011222.

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