Hohe Geldstrafe nach Einbruch: Balver auch ohne Geständnis verurteilt

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Balve - Der 29-jährige Balver, der sich im Amtsgericht Menden wegen Hausfriedensbruchs verantworten musste, hüllte sich in Schweigen. Er äußerte sich nicht dazu, ob er am 24. April unbefugt ein umzäuntes Betriebsgelände in Balve betreten hatte.

Der Firmeninhaber trat im Prozess als Zeuge auf. Er kenne den Angeklagten, erklärte der 38-Jährige. Er sei ein paar Mal dienstlich bei ihm gewesen. Dadurch habe sich der 29-Jährige auch auf dem Grundstück ausgekannt. Immer wieder habe es Diebstähle gegeben. Ob diese in Verbindung mit dem Angeklagten stehen, war nicht Gegenstand der Verhandlung. 

Vier Sätze Reifen, mal nur die Felgen, mal komplette Räder seien weggekommen, so der Zeuge weiter. Schließlich habe es ihm gereicht und er habe eine Überwachungskamera installiert. Das wurde dem Angeklagten letztlich zum Verhängnis. Bis zum Verhandlungstag hatte er nichts von der Kamera gewusst. Und damit auch nichts davon, dass er auf den Bildern des Aufnahmegerätes eindeutig identifiziert werden konnte. 

Nachdem sich die Prozessbeteiligten das Video gemeinsam angesehen hatten, gab der Richter dem Angeklagten die Chance, den Hausfriedensbruch doch noch zuzugeben. Der Balver sagte aber weiterhin nichts. 

Vier Eintragungen im Vorstrafenregister

Auch ohne Geständnis bestanden für die Vertreterin der Staatsanwaltschaft und den Richter keine Zweifel an der Täterschaft des 29-Jährigen. Der brachte vier Eintragungen im Vorstrafenregister mit. Darunter Betrug, schwerer Diebstahl und fahrlässige Körperverletzung. Entsprechend hoch fiel das Urteil aus: 2700 Euro Geldstrafe.

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