Nicht alle Anlieger einverstanden

Hoffmeisterstraße: Kritik an Umgestaltungsplänen

Die Hoffmeisterstraße am Rathaus in Balve soll umgestaltet werden. Mit dem Projekt befasst sich in der kommenden Woche auch der Ausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung und Bau.
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Die Hoffmeisterstraße am Rathaus in Balve soll umgestaltet werden. Mit dem Projekt befasst sich in der kommenden Woche auch der Ausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung und Bau.

Komplett umgestaltet werden soll die Hoffmeisterstraße. Die Stadtverantwortlichen erhoffen sich von der Maßnahme eine deutliche Aufwertung der am Rathaus vorbeiführenden Straße.

Unter den Bürger und Anliegern sind allerdings längst nicht alle von diesem Projekt begeistert.

„Funktional und gestalterisch gewinnen“ soll die Hoffmeisterstraße durch die geplanten Maßnahmen, wie es in einer Beschlussvorlage für die Sitzung des Bauausschusses heißt. So sollen die Fahrbahnen und Parkplätze mit Betonsteinpflaster in unterschiedlichen Farbtönen versehen werden und neue Beete angelegt werden. Zudem soll der Bereich vor dem Brunnen und Maibaum neu gestaltet werden. Einige Mustersteine sind derzeit auf einem Anhänger auf dem Sparkassen-Parkplatz an der Dreikönigsgasse ausgestellten, können dort auch von interessierten Bürgern angeschaut werden. Entscheiden über die Art der Pflasterung sollen die Mitglieder des Ausschusses „Umwelt, Stadtentwicklung, Bau“ in der Sitzung am Dienstag, 2. Februar, ab 18 Uhr in der Eisborner Schützenhalle.

Viele Lastwagen nutzen die Straße

„Davon halte ich nichts“, sagt Nick Skowranek zum Vorhaben der Verwaltung, die Straße neu pflastern zu wollen. Er steht täglich im familieneigenen Imbiss „Grillstübchen“ an der Hoffmeisterstraße und weiß daher: „Diese Straße ist besonders am Wochenende eine Rennstrecke und darüber hinaus an den Werktagen die Hauptstraße für 40-Tonner auf ihrem Weg zur Druckerei Zimmermann.“

Im Laufe der Jahre habe die Pflasterung deshalb gelitten, Schlaglöcher taten sich auf. Die Straße jetzt komplett neu zu pflastern, erscheint ihm als Dauerlösung unrealistisch: „Dann kann in spätestens sechs Monaten nach der Freigabe der Baustelle wieder neu gepflastert werden, denn die schweren Lastwagen müssen hier nach wie vor durch.“ Für ihn steht fest: „Es wird Zeit, dass sich an dieser Straße etwas tut, dann aber dadurch, dass sie vernünftig asphaltiert wird.“

Wunsch nach Spielplatz vor dem Rathaus

Von solch einer Dauerlösung hält Adalbert Allhoff-Cramer nichts. Mit seinem „Lohgerberhaus“ gehört er mit zu den Anliegern, die ebenfalls mit einstimmen in den Chor derer, die sich über den schlechten Straßenbelag beklagen. „Es muss dringend etwas gemacht werden“, betont er. „Dabei ist aber die Farbschattierung der Pflastersteine eigentlich nebensächlich. Wichtig ist, dass der Straßenbelag neu gemacht werden muss.“ Dabei könne die jüngst sanierte Dreikönigsgasse zum Vorbild genommen werden. „Dazu noch einen Spielplatz vor dem Rathaus auf der Wiese, und schon wäre Balve einen Schritt näher auf dem Weg zu einer kinderfreundlichen Stadt, die ansprechend für junge Familien ist“, sagt Allhoff-Cramer.

Nachhaltiger könnte die geplante Umgestaltung für Gaby Hobitz sein. Sie hat die Diskussion über diese angedachte Baumaßnahme verfolgt und meint: „Ich bin davon überzeugt, dass es möglich ist, die alten Steine aufzunehmen, den Untergrund anzugleichen und die Steine wieder zu verlegen.“ Dies erscheint ihr ebenso zielführend, wie neue Betonpflastersteine zu kaufen.

Ausschussmitglieder müssen beraten

Doch zunächst sind die Mitglieder des Ausschusses am Zug, die über die Maßnahme beraten und ihr Ergebnis im Rat am 24. Februar zur Abstimmung stellen werden. Mit dem Baubeginn wird in der zweiten Jahreshälfte gerechnet. Nach der Fertigstellung soll die Straße weiterhin als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen sein.

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