In Corona-Zeiten

Hönnetalbahn: Züge im Schülerverkehr komplett überfüllt

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Die Kapazitäten der Hönnetalbahn reichen im Schülerverkehr nicht aus.

Neuenrade/Menden – Alle Schuljahre wieder: die Züge der Hönnetalbahn in Richtung Menden sind morgens viel zu voll.

In der ersten Schulwoche war es so, dass spätestens in Balve der Zug mit vielen Schülern so überfüllt war, dass die Kinder und Jugendlichen in Zeiten der Corona-Pandemie dicht gedrängt stehen mussten. 

„Die RB 54 ist wie immer maßlos überfüllt. Mich ärgert einfach, dass die Bahn nicht ein oder sogar zwei Waggons mehr an den Zug hängt, um auch in der Bahn einigermaßen die Corona-Abstände einhalten zu können“, sagt der Küntroper Stefan Messer verärgert. Sein Sohn muss jeden Tag mit der Bahn nach Menden, um zum dortigen Gymnasium zum kommen. 

Mehr als zwei Zugteile sind nicht möglich

Die Redaktion fragte nach beim für diese Strecke zuständigen Zweckverband Ruhr-Lippe. Dessen Pressesprecher Uli Beele sagte: „Das Problem, dass die Regionalbahn 54 von Neuenrade nach Menden zu Beginn eines jeden Schuljahres überläuft, ist uns bekannt.“ Es dürften aber maximal zwei Zugteile auf dieser Strecke fahren, weil bei einem dritten Zugteil die Bahnsteiglängen nicht ausreichten. 

Zweckverband will Problem aussitzen 

„Die Platzkapazität ist schnell überschritten – erfahrungsgemäß entspannt sich aber die Lage nach Schulbeginn, weil die Fahrgäste sich daran gewöhnt, oder aber Alternativen gefunden haben“, so Beele. Dieses Jahr komme aber erschwerend hinzu, dass in den Zügen die Maskenpflicht gilt. Beele: „Wir weisen aber darauf hin, dass der Öffentliche Personennahverkehr von der Abstandsregelung ausgenommen ist.“ 

Zustand ist "unzumutbar"

Trotzdem sei dieser jetzige Zustand nicht zumutbar. Daher würden Gespräche mit den Schulträgern und Kommunen geführt, um die Schulanfangszeiten um 30 Minuten nach hinten zu verlegen. Damit könnte der Fahrplan entzerrt und die Zugbelegung anders verteilt werden. „Das hat aber bisher nicht gefruchtet“, sagt Beele.

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