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Hönnetalbahn: Fahrscheine nur noch online und im Zug

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Von: Julius Kolossa

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Dieses Bild gehört der Vergangenheit an: Auch am Haltepunkt in Binolen wurden der Fahrkartenautomat abgebaut.
Dieses Bild gehört der Vergangenheit an: Auch am Haltepunkt in Binolen wurden der Fahrkartenautomat abgebaut. © Kolossa, Julius

Fahrscheinautomaten suchen Nutzer der Hönnetalbahn seit wenigen Wochen an den meisten Haltepunkten entlang der Strecke vergebens. Die Automaten wurden abgebaut – aus Kostengründen.

„Sie rechnen sich nicht mehr in Zeiten, wo Fahrkarten im Internet geordert werden können. Stattdessen gibt es jetzt Fahrscheinautomaten direkt in den neuen Pesa-Zügen, die auf dieser Strecke eingesetzt werden“, sagte Uli Beele, Pressesprecher des für diese Strecke zuständigen Zweckverbandes Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), auf Anfrage der Redaktion.

Seit Oktober wurden an den Stationen Binolen, Balve, Sanssouci, Küntrop und Neuenrade die roten Automaten, an denen die Tickets für die Fahrten gezogen werden konnten, abgebaut. „Diese Automaten sind nicht mehr zeitgemäß“, sagt auch Johannes Schmoll, Pressesprecher der Eisenbahnfreunde Hönnetal (EFH). Am Haltepunkt in Binolen, dem Standort der EFH, ist nur noch der Sockel übrig geblieben, auf dem jahrelang der Fahrkartenautomat stand. „Fahrscheine für die Regionalbahn 54 können weiterhin online gebucht werden über den Westfalentarif unter www.westfalentarif.de“, ergänzt Schmoll. Aber auch direkt in den Zügen sei das Ziehen eines Fahrscheins nun möglich.

Schwarzfahren kostet 60 Euro

Ob die Fahrgäste online oder im Zug ein Ticket lösen, werden kontrolliert, sagt Schmoll: „Die Begleitquote der Kontrolleure auf der Strecke der Hönnetalbahn ist unterschiedlich – aber täglich ist mindestens einer vor Ort.“ Wer bei einer Kontrolle keine gültige Fahrkarte vorzeigen kann, werde richtig zur Kasse gebeten. 60 Euro kostet das Schwarzfahren.

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