Hönnetal: Baumfällarbeiten beginnen am 27. Dezember

Noch haben Autofahrer hier freie Fahrt. Das wird sich nach Weihnachten allerdings ändern, wenn die Ampeln aufgebaut sind.

Balve - Geduld muss jeder mitbringen, der während der Weihnachtsferien durch das Hönnetal fahren will, denn ab dem 27. Dezember werden dort so genannte Gefahrenbäume gefällt.

Etwa 200 Bäume hat Balves Revierförster Richard Nikodem ausgemacht, bei denen dringender Handlungsbedarf besteht. Im Rahmen eines Ortstermins in Binolen und Sanssouci haben die Entscheidungsträger am Montag beschlossen, diese Maßnahme innerhalb der beiden Ferienwochen durchzuführen. Der Verkehr im Aktionsbereich soll dann mit Hilfe eine Ampel geregelt werden.

Davon betroffen ist die gesamte, 4,5 Kilometer lange Strecke von Sanssouci bis zur Asbeck. Eine Vollsperrung stand während des Gesprächs mit Vertretern der Straßenverkehrsbehörden, der Rheinkalk GmbH, der Stadt Balve und der Polizei ebenfalls zur Debatte, wurde aber auf das kommende Jahr verschoben. Denn das mit dieser Aktion das Problem nicht gelöst wird, stellte Richard Nikodem fest, der die gesamte Maßnahme im Auftrag des Landesbetriebs Straßen.NRW als Bauleiter koordinieren wird. Nikodem geht von einer „drei- bis vierstelligen Zahl“ an Bäumen aus, die letztendlich gefällt werden müssen, um auf Dauer Gefahren für Verkehrsteilnehmer zu verhindern. Und bei dieser Anzahl sei ein sicheres Arbeiten nur im Rahmen einer Vollsperrung möglich.

Unternehmer Jens Heuel aus Sundern wird mit seinem Harvester wieder zur Verfügung stehen. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung in diesem Bereich – zuletzt oberhalb der Sieben Jungfrauen – weiß er: „Jeder Baum fällt anders.“ Und da könne es auch schon einmal eine Stunde dauern, bis die Fahrbahn der Bundesstraße wieder freigegeben werden kann. Auch Maschinenschäden oder Unfälle könnten die Arbeiten verzögern. Im Idealfall aber rechne er für jeden Baum mit einer Arbeitszeit von 20 Minuten: „Für die gesamte Maßnahme im Hönnetal werden zwei Wochen nicht ausreichen.“

Aus seiner Sicht seien vier Wochen realistisch; in dieser Zeit werde er mit seinem Harvester die starken Bäume fällen, ein anderer Trupp nimmt sich die schwachen vor. Und diese Zeit steht in diesem Jahr nicht mehr zur Verfügung. Alle Genehmigungen für eine kurzfristig angesetzte Vollsperrung des Hönnetals auf den Tisch zu bekommen sei unrealistisch, waren sich alle Beteiligten einig.

Und so muss ab Dienstag der kommenden Woche mit Verkehrsbehinderungen durch Ampeln gerechnet werden. Im Sommer sollen dann die Planungen für die Vollsperrung beginnen, die im Herbst 2017 zu erwarten ist.

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