„Höhlenland Südwestfalen“: Stadt will 7000 Euro für Konzept ausgeben

Die Balver Höhle (Bild), die Feldhof-Höhle und die Reckenhöhle sollen in das Projekt „Höhlenland Südwestfalen“ eingebunden werden.

BALVE ▪ Nirgendwo in Nordrhein-Westfalen gibt es so viele Höhlen wie in Südwestfalen. Etwa 80 Prozent befinden sich in der Region. Sie gelten als Touristenattraktion, Archive der Natur und Zeugen der Menschheitsgeschichte. Das Potential, das die Höhlen bieten, wurde in den vergangenen Jahren jedoch vernachlässigt.

Das Projekt „Höhlenland Südwestfalen“ im Rahmen der Regional 2013 möchte die Möglichkeiten nun ausschöpfen. Mit 7 000 Euro will die Stadt Balve die Erarbeitung einer Projektkonzeption unterstützten. Der Rat der Stadt hat gestern Abend seine Zustimmung gegeben.

Höhlen aus acht Kommunen und vier südwestfälischen Kreisen sind in das Projekt eingebunden. Aus Balve sollen die Balver Höhle, die Reckenhöhle und die Feldhof-Höhle als kultureller Schatz in der Region verankert und touristisch aufgewertet werden.

Ziel ist es, die Höhlen zu vernetzen und touristische Marketingstrukturen aufzubauen. Als Natur- und Kulturarchive sollen sie ausgewertet und durch moderne Präsentationen aufgewertet werden. Zum Beispiel wurden in Balve die ältesten Funde menschlicher Kulturen in Südwestfalen entdeckt. Die Balver Höhle ist zudem als Kulturstätte mit ganz besonderer Atmosphäre bekannt. Letztlich sollen Attraktivität und Erlebbarkeit der Höhlen für Kulturinteressierte und Naturliebhaber gesteigert werden.

Ein gemeinsames Konzept soll noch mehr Interessierte anlocken und den Besuch noch attraktiver gestalten. Auch die über 60 bekannten Höhlen im Hönnetal sollen einbezogen werden und von dem Projekt profitieren.

Der Planungprozess umfasst unter anderem eine Ist-Analyse der Standorte, eine Zielperspektive zur Profilierung und Vorarbeiten für ein Marketingkonzept. ▪ acn

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