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Hochwasserschutz: Totholz wird aus Hönne entfernt

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Von: Julius Kolossa

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Aus der Hönne lässt die Stadt Balve derzeit als Maßnahme zum Hochwasserschutz im gesamten Stadtgebiet das Totholz entfernen.
Aus der Hönne lässt die Stadt Balve derzeit als Maßnahme zum Hochwasserschutz im gesamten Stadtgebiet das Totholz entfernen. © Kolossa, Julius

Kraft hat die Maschine, die an der Hönne steht, das Totholz greift und gleich an Ort und Stelle zersägt. „Seit Montag hat die Stadt Balve ein Unternehmen beauftragt, das Totholz aus der Hönne zu ziehen“, erklärt Sven Rothauge, im Balver Rathaus zuständiger Fachbereichsleiter für Bauordnung.

All das Holz, was sich seit dem Starkregen samt Jahrhunderthochwasser im Juli vergangenen Jahres in der Hönne angesammelt hat, wird jetzt von Klusenstein bis zur Balver Höhle aus dem Fluss gezogen. „So wird bei einem erneuten Hochwasser das ungehinderte Abfließen des Wassers gewährleistet, und auch die Brücken werden durch mitgerissene Hölzer nicht gefährdet“, so Rothauge.

Genau das war bekanntlich im Sommer 2021 passiert, als vom 14. auf den 15. Juli der Himmel seine Schleusen öffnete, es über Stunden unaufhörliche regnete und die Hönne in vielen Bereichen des Stadtgebietes über die Ufer trat und teils verheerende Schäden verursachte.

200.000 Euro an Spenden kommen zusammen

Die Stadt Balve hatte seinerzeit ein eigenes Spendenkonto für unbürokratische Soforthilfe eingerichtet, auf dem etwa 200 000 Euro für betroffene Balver eingingen. Auch vom Land kam Hilfe, die von der Stadtverwaltung ausgezahlt wurde: 80 privaten Antragstellern wurden 174 000 Euro, 19 gewerblichen Antragsstellern 95 000 Euro zur Verfügung gestellt. Für die Sanierung der kommunalen Infrastruktur bekam die Stadt 1 075 000 Euro, eine weitere Million Euro für Forstwirtschaftsschäden.

Dieser Bagger ist noch einige Tage im Stadtgebiet im Einsatz.
Dieser Bagger ist noch einige Tage im Stadtgebiet im Einsatz. © Kolossa, Julius

Damit sich all dies nicht wiederholt, ergreift die Stadt Maßnahmen zum Hochwasserschutz, die jetzt umgesetzt werden. Für das Hönne-Holz wurde die Firma Hans Kinze aus Hemer beauftragt. Sven Rothauge: „Unterhalb von Klusenstein müssen wir allerdings die Arbeiten abbrechen, weil noch Gespräche mit der Unteren Naturschutzbehörde zu führen sind, ob das in diesem Naturschutzgebiet liegende Holz dort bleiben muss, oder aber doch entnommen werden darf.“ Deshalb rückte am Mittwoch auch der Bagger ab, und positionierte sich an der Balver Höhle neu.

Lange Staus im Hönnetal

Weil dieses Fahrzeug allerdings nur im Schritttempo fährt, waren lange Staus und genervte Verkehrsteilnehmer im Hönnetal während der einstündigen Fahrtdauer die Folge. Mit den Arbeiten im Stadtgebiet werde man noch einige Tage beschäftigt sein, teilte das Unternehmen auf Anfrage mit. Zu den von der Stadt beauftragten Arbeiten gehört auch, die Bäume zu zersägen, die in diesem Jahr vom Wald über die Hönne auf die Leitplanke an der Bundesstraße gefallen sind. Der erste Baum unterhalb von „Peppers Mühle“ ist bereits beseitigt worden.

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